Porsche AG Aktie: Spätere Offenbarungen?
Porsche verzeichnet deutlichen Absatzrückgang in China und korrigiert Margenziele nach unten. Die Bilanzpräsentation am 11. März wird zur Bewährungsprobe für das neue Management.

- Absatz in China um 26 Prozent eingebrochen
- Operative Belastungen von 3,1 Milliarden Euro
- Margenziele deutlich nach unten korrigiert
- Aktie notiert auf 52-Wochen-Tief
Die Porsche AG steht unter Druck. Nur eine Woche vor der Bilanzpressekonferenz am 11. März zeigen die Zahlen das ganze Ausmaß der Herausforderungen: China-Absatz um ein Viertel eingebrochen, operative Belastungen von 3,1 Milliarden Euro, Gewinnerwartungen halbiert. Für das neue Führungsduo um CEO Dr. Michael Leiters wird die erste große Präsentation zum Lackmustest – kann die angekündigte Strategiewende überzeugen?
Absatzkrise trifft Porsche hart
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 279.449 ausgelieferte Fahrzeuge im Jahr 2025 bedeuten ein Minus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders dramatisch fiel der Einbruch in China aus, wo die Auslieferungen um 26 Prozent zurückgingen. Die Reaktion des Managements ist drastisch: Das chinesische Händlernetz soll bis Ende 2026 auf nur noch 80 autorisierte Verkaufsstellen schrumpfen. Ein klarer Rückzug aus der Fläche, während lokale Premiummarken den Wettbewerb verschärfen.
Die operative Belastung schlägt sich massiv in den Gewinnerwartungen nieder. Analysten rechnen für das vierte Quartal im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von lediglich 0,38 Euro – nach 0,91 Euro im Vorjahresquartal. Beim Umsatz wird ein Rückgang von 11,52 auf 9,97 Milliarden Euro erwartet. Verantwortlich dafür sind neben der China-Schwäche vor allem Unsicherheiten bei der Elektromobilitätsstrategie und US-Importzölle, die zusammen zu Restrukturierungskosten von 3,1 Milliarden Euro führten.
Margenziele nach unten korrigiert
Goldman Sachs taxiert die operative EBIT-Marge im Automobilbereich für 2025 auf magere 0,4 Prozent. Das mittelfristige Margenziel hat Porsche bereits auf „bis zu 15 Prozent“ gesenkt – die frühere Spanne von 15 bis 17 Prozent ist Geschichte. Die Investmentbank traut dem Unternehmen allerdings zu, bis 2027 wieder zweistellige Margen zu erreichen. Die UBS zeigt sich verhaltener: Analyst Christian Frenes rechnet mit schwierigen Jahren 2026 und 2027, bevor 2028 eine Modelloffensive greifen könnte. Das Kursziel wurde von 44 auf 42 Euro gesenkt.
Ein Gegengewicht soll die neue „Value over Volume“-Strategie bilden. Statt auf Stückzahlen setzt Porsche künftig auf Profitabilität pro Fahrzeug. Das Individualisierungsangebot über die Exclusive Manufaktur und das Sonderwunsch-Programm soll ausgebaut werden. Zudem könnten hochwertige 911-Derivate wie der GT3 und der Turbo S, deren Auslieferung sich 2024 verzögert hatte, in der zweiten Jahreshälfte 2025 für Impulse sorgen.
Entscheidung am 11. März
Am 11. März müssen Dr. Michael Leiters, seit Januar 2026 CEO, und CFO Dr. Jochen Breckner liefern. Ihre erste Bilanzpressekonferenz wird zeigen, ob das Management die von Goldman Sachs skizzierte schwierige Phase 2026/2027 bestätigt oder ein überzeugenderes Wachstumsszenario präsentieren kann. Kepler Cheuvreux sieht einen Hoffnungsschimmer: Eine positive Cash-Conversion für 2026 sei möglich, der Tiefpunkt des Gewinnzyklus könnte bereits durchschritten sein.
Die Aktie notiert aktuell bei 39,21 Euro und damit auf dem 52-Wochen-Tief – ein Minus von 28 Prozent binnen Jahresfrist. Der Markt wartet auf Antworten. Die Bilanzpressekonferenz am 11. März wird zeigen, ob das neue Führungsduo die Wende einleiten kann oder ob die Belastungen noch länger auf dem Sportwagenbauer lasten werden.
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