Porsche AG Aktie: Startschwierigkeiten erneut?
RBC senkt das Kursziel für Porsche nach einem katastrophalen Gewinneinbruch 2025. Die neue Strategie fokussiert auf höhere Margen, doch Analysten sind skeptisch bezüglich einer Trendwende im laufenden Jahr.

- RBC senkt Kursziel von 43 auf 39 Euro
- Operativer Gewinn 2025 um 93 Prozent eingebrochen
- Neue Strategie fokussiert auf höhermargige Modelle
- Dividende wurde um 56 Prozent gekürzt
RBC hat das Kursziel für Porsche AG von 43 auf 39 Euro gesenkt — und damit eine Hoffnung vieler Anleger gedämpft. Analyst Tom Narayan sieht keine Trendwende im laufenden Jahr. Eine Erholung rückt in den Ausblick für 2027, für die bislang aber jeder Beweis fehlt.
Ein Einbruch, der Spuren hinterlässt
Der Hintergrund dieser Skepsis ist der katastrophale Verlauf von 2025. Der operative Konzerngewinn brach um 92,7 Prozent ein — von 5,6 Milliarden Euro auf nur noch 413 Millionen Euro. Verantwortlich waren außerordentliche Aufwendungen von rund 3,9 Milliarden Euro: Kosten für die strategische Produktneuausrichtung, Wertminderungen auf batteriebasierte Aktivitäten und US-Zollbelastungen. Die operative Marge der Automobilsparte kollabierte dabei von 14,5 Prozent auf 0,3 Prozent — ein Absturz aus der Weltspitze in die Nähe von Volumenherstellern.
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Besonders schmerzhaft: China. Die Auslieferungen dort fielen 2025 um 26 Prozent auf rund 42.000 Einheiten. Einheimische Premiummarken unterbieten europäische Hersteller zunehmend bei Technologie und Preis. Als Konsequenz halbiert Porsche sein Händlernetz in China bis Ende 2026 von 150 auf rund 80 Standorte.
Strategy 2035: Marge statt Volumen
CEO Michael Leiters, seit Januar im Amt, hat mit der „Strategy 2035″ erste Eckpfeiler gesetzt. Der Kurs lautet: flachere Hierarchien, schlankere Strukturen, Fokus auf höhermargige Fahrzeugsegmente oberhalb des Cayenne. Ein geplantes SUV in diesem Bereich soll als Hybrid kommen, nicht als reines Elektromodell. Auch die 718-Modelle, ursprünglich als reine Elektrofahrzeuge geplant, könnten wieder Verbrenner erhalten. Der Schwenk zurück zu Verbrennern und Plug-in-Hybriden ist eine direkte Reaktion auf den gescheiterten Vorstoß in die Elektromobilität.
Die Dividende wurde in diesem Zuge um 56 Prozent auf 1,01 Euro je Vorzugsaktie gekürzt. Für 2026 erwartet der Vorstand einen Umsatz zwischen 35 und 36 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 5,5 bis 7,5 Prozent — weitere Einmalbelastungen im hohen dreistelligen Millionenbereich bereits eingerechnet.
Tiefpunkt oder Zwischenstation?
Nicht alle teilen den pessimistischen Blick von RBC vollständig. Kepler Cheuvreux sieht Hinweise, dass Porsche den Tiefpunkt seines Ertragszyklus möglicherweise bereits durchschritten hat. Gestützt wird das durch einen automotive Netto-Cashflow, der trotz des Ergebniseinbruchs gestiegen ist — ein Signal, dass der operative Kern stabiler ist als die Gewinn- und Verlustrechnung vermuten lässt.
Die Aktie notiert aktuell bei 37,64 Euro, knapp über dem 52-Wochen-Tief, und liegt damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 43,57 Euro. Den ersten konkreten Test für den Umbaukurs liefern die Quartalszahlen am 29. April 2026 — dann zeigt sich, ob die neue Strategie operativ greift oder ob weitere Korrekturen folgen müssen.
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