Porsche AG Aktie: Stellenabbau am Mittwoch

Der Porsche-Aufsichtsrat plant einen massiven Stellenabbau, um die operative Marge auf bis zu zehn Prozent zu steigern.

Die Kernpunkte:
  • Aufsichtsrat berät über Stellenabbau
  • Margenziel von zehn Prozent angestrebt
  • Car-IT-Vorstandsressort wird aufgelöst
  • Aktie notiert über 200-Tage-Durchschnitt

Wolfgang Porsche macht ernst. Der Aufsichtsrat der Porsche AG berät diesen Mittwoch über einen massiven Stellenabbau. Die Sparpläne des Volkswagen-Mutterkonzerns treffen nun direkt den Sportwagenhersteller aus Stuttgart.

Kampf um die Marge

Die finanzielle Lage der Familien-Holding Porsche SE erzwingt diesen Schritt. Die Holding kämpft mit einer Schuldenlast von 5,1 Milliarden Euro. Parallel dazu sinken die Ausschüttungen von Volkswagen. Deshalb fordern Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch weitreichende Konsequenzen für alle Konzerntöchter.

Das Ziel für die Porsche AG ist ambitioniert. Das Management will die operative Marge von aktuell unter vier Prozent deutlich steigern. Das Unternehmen strebt künftig einen Korridor zwischen acht und zehn Prozent an. Dieser Sprung soll die Wettbewerbsfähigkeit in einem schwierigen Marktumfeld sichern.

Umbau der Führungsstruktur

Porsche reagiert mit internen Strukturänderungen auf den wachsenden Druck. Das Vorstandsressort Car IT gehört der Vergangenheit an. Die Führung löst diese Einheit auf, um Software-Entwicklungen schneller umzusetzen. Der Fokus liegt künftig wieder konsequent auf dem Kerngeschäft.

Anleger reagieren bisher verhalten optimistisch. Die Börse bewertet die Aktie aktuell mit 44,97 Euro. Damit notiert das Papier 2,86 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Die Ergebnisse der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch definieren den künftigen Profitabilitätskurs. Nur mit einem konsequenten Sparkurs rückt das Margenziel von zehn Prozent wieder in greifbare Nähe. Der Markt wartet nun auf ein deutliches Signal aus der Konzernzentrale.

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