Porsche AG Aktie: Tatendrang erlahmt?
Porsche verzeichnet deutlichen Lieferrückgang, vor allem in China. Neue Führung unter Michael Leiters kündigt strategische Wende an, während Analysten die Bewertung kritisieren.

- Weltweite Auslieferungen um 10 Prozent gesunken
- Einbruch in China um mehr als ein Viertel
- Neue Strategie mit flexiblen Antriebsarten
- Aktie notiert auf niedrigstem Stand seit Börsengang
Der Stuttgarter Sportwagenbauer bremst hart ab. Mit einem zweistelligen Rückgang bei den Auslieferungen und einem massiven Einbruch im wichtigen chinesischen Markt ist die Aktie auf den tiefsten Stand seit dem Börsengang gerutscht. Der neue CEO Michael Leiters übernimmt das Steuer in einer Phase, in der Anleger sich fragen: Ist die Wachstumsstory der Luxusmarke vorerst beendet?
Die nackten Zahlen bestätigen die Skepsis am Markt. Im Geschäftsjahr 2025 sanken die weltweiten Auslieferungen um 10 Prozent auf knapp 279.500 Fahrzeuge. Während der ikonische 911er einen neuen Rekord verbuchte, konnte dies die Schwäche in anderen Bereichen nicht kompensieren.
Alarmierende Signale aus Fernost
Verantwortlich für die schlechte Bilanz ist vor allem der einstige Wachstumsmotor China. Hier brachen die Verkaufszahlen regelrecht ein:
- China: 41.938 Fahrzeuge (-26 %)
- Deutschland: 29.968 Fahrzeuge (-16 %)
- Europa (exkl. DE): 66.340 Fahrzeuge (-13 %)
- Nordamerika: 86.229 Fahrzeuge (stabil)
- Gesamt: 279.449 Fahrzeuge (-10 %)
Besonders der Rückgang um über ein Viertel im chinesischen Markt verdeutlicht die strukturellen Probleme, mit denen Porsche dort kämpft – von der schwächelnden Konjunktur bis hin zum intensiven Wettbewerb im Elektrosegment.
Strategiewechsel unter neuer Führung
Seit dem 1. Januar 2026 steht Michael Leiters an der Spitze des Unternehmens. Der ehemalige Ferrari-Technikvorstand löst Oliver Blume ab und hat sofort einen strategischen Kurswechsel eingeleitet. Statt einer reinen Elektro-Strategie setzt Porsche nun auf „Antriebsflexibilität“. Verbrenner, Hybride und E-Autos sollen parallel weiterentwickelt werden, um auf die weltweit unterschiedliche Nachfragegeschwindigkeit reagieren zu können.
Analysten sehen Bewertungsrisiken
Die operativen Probleme schlagen sich direkt in der Bewertung nieder. Barclays reagierte mit einer Herabstufung auf „Underweight“ und senkte das Kursziel auf 40 Euro. Die Analysten kritisieren, dass Porsche mit einem KGV von über 20 für das Jahr 2026 im Vergleich zu Wettbewerbern wie BMW oder Mercedes-Benz immer noch zu teuer sei. Zudem fehlen kurzfristige Impulse: Neue Volumenmodelle lassen noch zwei bis vier Jahre auf sich warten, während der Verbrenner-Macan bald ausläuft.
Diese Einschätzung spiegelt sich im Chart wider. Am Freitag schloss das Papier bei 42,09 Euro, was einem Minus von rund 11 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von über 63 Euro beträgt mittlerweile mehr als 33 Prozent. Technisch bleibt die Lage angespannt, da der Kurs deutlich unter der 200-Tage-Linie (44,25 Euro) notiert.
Übergangsjahre voraus
Die Aussichten bleiben getrübt. Investoren müssen sich auf eine anspruchsvolle Übergangsphase einstellen, da die Modelloffensive erst ab 2027/28 volle Wirkung zeigen dürfte. Bis dahin hängt vieles davon ab, ob es dem neuen Management gelingt, den Abwärtstrend in China zu stoppen und die Margen trotz sinkender Volumina stabil zu halten.
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