Porsche AG Aktie: UBS sieht Turnaround

UBS sieht bei Porsche einen Turnaround und erhöht das Kursziel auf 60 Euro. Analysten erwarten steigende Margen und einen Gewinn je Aktie von 4,20 Euro bis 2030.

Die Kernpunkte:
  • UBS erhöht Kursziel auf 60 Euro
  • Einstufung von Neutral auf Buy
  • Operative Marge soll auf 13% steigen
  • Gap Year beim ICE Macan 2027

UBS hat heute ein klares Signal gesetzt: Das Kursziel für die Porsche-Vorzugsaktie steigt von 40 auf 60 Euro, die Einstufung wechselt von „Neutral“ auf „Buy“. Analysten-Chef Patrick Hummel fasste es knapp zusammen: „Die Ikone schlägt zurück.“

Warum jetzt?

Hinter dem Hochstufung steckt eine konkrete Kalkulation. UBS sieht drei Treiber: eine ausgewogenere Modellpalette nach der früheren Übergewichtung auf Elektrofahrzeuge, eine verbesserte Umsetzung unter dem neuen Management sowie eine schlankere Kostenstruktur, die auf Jahresvolumina von rund 250.000 bis 280.000 Fahrzeugen ausgelegt ist.

Der Lohn dieser Anstrengungen soll sich bis 2030 zeigen. UBS erwartet, dass die operative Marge von etwa 7 Prozent in diesem Jahr auf rund 13 Prozent steigt — gespeist aus rund einer Milliarde Euro produktbezogener Ergebnisverbesserung, einer weiteren Milliarde durch Kosteneinsparungen und drei Milliarden Euro durch den Wegfall von Einmalbelastungen aus 2025. Auf dieser Basis prognostiziert die Bank einen Gewinn je Aktie von 4,20 Euro sowie einen freien Cashflow von rund 3,7 Milliarden Euro — ein KGV von nur 11.

Das Loch im Fahrplan

Einen Dämpfer gibt es allerdings: 2027 droht ein sogenanntes „Gap Year“ beim ICE Macan. Der Übergang zwischen dem auslaufenden Benziner-Macan und seinem erwarteten Nachfolger auf Audis aktualisierter Plattform — geplant für Mitte 2028 — reißt eine Lücke. UBS schätzt die Belastung auf rund 600 Millionen Euro operativen Gewinn im Jahr 2027 und liegt damit etwa 25 Prozent unter dem aktuellen Konsens. Immerhin: Das Management habe die Buyseite bereits proaktiv informiert, sodass dieser Effekt weitgehend eingepreist sein dürfte.

Das Chinageschäft sieht die Bank weniger als Risiko denn als stabilisierten Boden. Der Anteil am globalen Absatzvolumen ist auf rund 12 Prozent gesunken, ein Sockel von rund 20.000 Einheiten jährlich — getragen von loyalen Käufern mit hochausstatteten Fahrzeugen — gilt als belastbar.

Katalysatoren im zweiten Halbjahr

Der eigentliche Test kommt in den nächsten Monaten. Noch bei den Q2-Ergebnissen könnte das Management ein erstes Restrukturierungspaket vorstellen. Den größeren Rahmen soll ein Kapitalmarkttag im Oktober liefern — dort will UBS die gesamte Turnaround-Story zusammengeführt sehen. Bis dahin bleibt das KGV auf Basis der 2030er-Schätzungen mit 11 halb so hoch wie das aktuelle Multiple von 25 — ein Bewertungsabstand, den die Bank als historisch attraktiv einstuft.

Porsche AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Porsche AG-Analyse vom 8. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Porsche AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Porsche AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Porsche AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Porsche AG