Porsche Automobil Holding Aktie: 26,5% Minus seit Jahresbeginn
Porsche-Chef Leiters treibt zweites Kostensenkungsprogramm voran. Ziel ist eine Einigung mit der Belegschaft vor den Werksferien.

- Zweites Sparpaket bis Juli geplant
- Einigung mit Belegschaft angestrebt
- Produktion soll reduziert werden
- Aktie fällt auf neues Jahrestief
Michael Leiters, Chef der Porsche AG, will Tempo machen. Der Sportwagenbauer soll ein zweites Kostensenkungsprogramm auf den Weg bringen – und zwar zügig. Bis Juli, noch vor den Werksferien, soll eine Einigung mit der Belegschaft stehen.
Das bestätigte Leiters der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Es gehe darum, Klarheit zu schaffen und die Effizienz zu steigern.
Weniger Autos, mehr Gewinn
Das neue Sparpaket baut auf früheren Maßnahmen auf. Porsche hatte bereits angekündigt, rund 1.900 Stellen zu streichen und etwa 2.000 Zeitarbeitskräfte abzubauen. Hinzu kommt: Porsche will künftig mit niedrigeren Produktionskapazitäten arbeiten.
Das Ziel: „Mit weniger Autos Geld verdienen“ – unter den rund 280.000 verkauften Fahrzeugen des Jahres 2025. Gleichzeitig sucht der Konzern eine engere Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Audi.
Die operative Realität ist hart. Zölle, geopolitische Turbulenzen und Lücken in der Modellpalette haben Porsches Gewinn im ersten Quartal 2026 weiter schrumpfen lassen. Kein Wunder, dass der Druck auf die Kosten steigt.
Neue 52-Wochen-Tiefs
Die Porsche Holding als Dachgesellschaft mit Beteiligungen an Volkswagen und der Porsche AG spürt die Entwicklung direkt. Die Aktie schloss am Freitag bei 2,94 Euro – ein Minus von 1,34 Prozent an einem Tag.
Damit markierte das Papier zugleich ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf 26,5 Prozent. Auch die technischen Indikatoren sprechen eine klare Sprache: Der Kurs liegt 5,5 Prozent unter der 50-Tage-Linie und fast 14 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 38,1 deutet auf eine nahende Übersättigung hin.
Ob der geplante Sparkurs reicht, um Porsche strukturell zu stabilisieren, bleibt abzuwarten. Klar ist: Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern werden Ende Juli entscheiden, ob der Konzern die Trendwende einleiten kann – oder ob der Abwärtsdruck anhält.
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