PowerCell Sweden: Erstes positives EBITDA über 12 Monate
PowerCell Sweden zeigt gemischtes Bild: Quartalsumsatz sinkt, erstmals positiver Jahres-EBITDA erzielt. Weltrekord-Auftrag für Wasserstoff-Frachter steht bevor.

- Quartalsumsatz fällt auf 47 Millionen SEK
- Erster positiver EBITDA der Firmengeschichte
- Weltweit erste Wasserstoff-Massengutfrachter geplant
- Neue Aufsichtsratsvorsitzende vorgeschlagen
Ein Umsatzeinbruch im ersten Quartal, der erste positive EBITDA-Wert der Unternehmensgeschichte und ein Weltrekord im maritimen Bereich — PowerCell Sweden liefert seinen Aktionären vor der Hauptversammlung am 11. Mai ein widersprüchliches Bild.
Schwacher Jahresstart, starkes Gesamtjahr
Der Quartalsumsatz fiel auf 46,95 Millionen SEK — ein deutlicher Rückgang gegenüber 74,11 Millionen SEK im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust weitete sich auf 39,76 Millionen SEK aus. Als Ursachen gelten wirtschaftliche Unsicherheit und eine zögerliche Technologieakzeptanz im Markt.
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Das Gesamtjahr 2025 sieht anders aus. Der Jahresumsatz stieg um 15 Prozent auf 385 Millionen SEK. Die Bruttomarge hielt sich bei 45,2 Prozent. Wichtiger noch: PowerCell erzielte erstmals in seiner Geschichte einen positiven EBITDA über zwölf Monate. Die Aktie reagierte auf diese Meldung mit einem Kurssprung von rund 28 Prozent. Möglich wurde das durch konsequente Kostendisziplin — der Anteil der Betriebsausgaben am Umsatz sank binnen zwei Jahren von 41 auf 28 Prozent.
Aktuell notiert die Aktie bei 2,53 Euro und hat sich seit ihrem Märztief von 1,44 Euro deutlich erholt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 4,37 Euro ist sie allerdings noch weit entfernt.
Weltpremiere auf dem Wasser
Kurz vor der Hauptversammlung vermeldete PowerCell einen strategisch bedeutsamen Auftrag. Das Unternehmen liefert Brennstoffzellensysteme für zwei wasserstoffbetriebene Massengutfrachter des norwegischen Reeders GMI Rederi AS. Der Vertrag hat ein Volumen von knapp über 40 Millionen SEK und umfasst 14 Einheiten des Marine System 225 mit einer Gesamtleistung von mehr als 3 MW.
Jedes der 85 Meter langen Schiffe erhält sieben dieser Einheiten. Sie sollen vollständig emissionsfrei fahren — angetrieben ausschließlich durch erneuerbaren Wasserstoff. Bei ihrer geplanten Indienststellung Anfang 2027 wären sie die ersten wasserstoffbetriebenen Massengutfrachter weltweit. Das Projekt erhält Förderung aus dem norwegischen Enova-Fonds sowie dem NOx-Fonds und ist Teil des Green Shipping Programme.
Neue Führung, regulärer Rückenwind
Auf der Hauptversammlung am 11. Mai in Göteborg steht auch ein Führungswechsel zur Abstimmung. Der Nominierungsausschuss schlägt Katarina Bonde als neue Aufsichtsratsvorsitzende vor. Sie würde Magnus Jonsson ablösen, der nicht zur Wiederwahl antritt. Bonde ist derzeit Vorsitzende von Stillfront Group und Mentimeter sowie Aufsichtsratsmitglied bei Mycronic und Viaplay.
Regulatorisch spielt PowerCell in die Hände, was gerade in der Schifffahrt passiert. ETS-Handelssystem und IMO-Vorgaben erhöhen den Druck auf Reeder, fossile Antriebe zu ersetzen. Wasserstoff-Brennstoffzellen werden dadurch wirtschaftlich attraktiver.
Die Kombination aus erstem positivem EBITDA, wachsendem Auftragsbestand und neuem Aufsichtsratsvorsitz macht die Hauptversammlung am Montag zum ersten echten Test, ob PowerCell seinen Wendepunkt in nachhaltige Profitabilität übersetzen kann.
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