PRIMARY HYDROGEN Aktie: 1.166 Hektar in Nova Scotia
Primary Hydrogen expandiert mit neuen Explorationslizenzen in Nova Scotia und treibt parallel das Seltene-Erden-Projekt Wicheeda North voran.

- Neue Claims in Nova Scotia
- Bohrprogramm für Herbst geplant
- Neue Führungskräfte im Team
- Aktie legt deutlich zu
Primary Hydrogen Corp. hat einen weiteren Baustein für seine Wasserstoff-Strategie gesetzt: Der Konzern hat das Northumberland Natural Hydrogen Project in Cumberland County, Nova Scotia, abgesteckt. Damit sichert sich das Unternehmen zwei Explorationslizenzen über insgesamt 72 Claims mit einer Fläche von rund 1.166 Hektar.
Die Flächen grenzen an ein Landpaket, das eine Partnerschaft zwischen Kavenex Energy und Koloma Inc. hält – zwei Namen, die in der noch jungen Branche der natürlichen Wasserstoffexploration Gewicht haben.
Die Meldung reiht sich in eine Serie von Nachrichten der vergangenen Wochen ein, die das Unternehmen zunehmend als Explorationskonzern mit zwei Standbeinen positionieren: natürlicher Wasserstoff auf der einen, Seltene Erden auf der anderen Seite.
Wicheeda North treibt das zweite Standbein
Parallel zur Wasserstoff-Expansion arbeitet Primary Hydrogen an seinem Seltene-Erden-Projekt Wicheeda North in British Columbia. Am Montag vergangener Woche bestätigte das Unternehmen ein vollständig finanziertes und genehmigtes Explorationsprogramm für 2026, Kernstück ist ein erstes Bohrprogramm über 1.500 Meter, das für den Herbst angesetzt ist.
Grundlage dafür ist eine mehrjährige Mines-Act-Genehmigung, die bis 2031 läuft und bis zu 70 Bohrstandorte sowie acht Kilometer Erschließungszugang erlaubt.
Für die operative Umsetzung sorgt seit Ende Juli ein neues Führungsteam. David Jackson übernahm zu diesem Zeitpunkt den Posten des Chief Executive Officer und löste Benjamin Asuncion ab, der dem Board weiterhin als Direktor erhalten bleibt. Wenige Tage zuvor, am 24. Juli, trat zudem Christopher Longton die neu geschaffene Position des Vice President Exploration an.
CFO-Wechsel liegt bereits länger zurück
Auf der Finanzseite ist Jelena Veljovic seit Ende 2024 als Chief Financial Officer im Amt, sie löste damals Joel Leonard ab, der die Position seit September 2020 innehatte. Der Wechsel an der Finanzspitze ist damit kein aktuelles Ereignis, fügt sich aber in ein insgesamt neu aufgestelltes Management ein, das die Doppelstrategie aus Wasserstoff und Seltenen Erden vorantreiben soll.
Finanziell bleibt Primary Hydrogen ein reines Explorationsunternehmen ohne Umsatz. Für die zwölf Monate bis Ende Mai wies der Konzern einen Nettoverlust von 1,69 Millionen kanadischen Dollar aus. Die jüngsten Kapitalerhöhungen haben die Aktionäre spürbar verwässert – Berichten zufolge um 59 Prozent binnen eines Jahres, bei einer Marktkapitalisierung von rund 9,94 Millionen kanadischen Dollar.
Kursverlauf spiegelt Nachrichtendichte
Der Aktienkurs hat die Dynamik der vergangenen Wochen nachvollzogen: Über 30 Tage steht ein Plus von 54 Prozent zu Buche, auf Wochensicht liegt das Papier 9,9 Prozent im Plus. Am Montag schloss die Aktie bei 0,9450 Euro, nach einem Tagesminus von 1,6 Prozent.
Zum 52-Wochen-Hoch von 1,01 Euro, erreicht am 13. August, fehlen der Aktie noch 6,4 Prozent. Der RSI von 69,7 signalisiert eine bereits deutlich gelaufene Bewegung, während die annualisierte Volatilität von 113 Prozent die Schwankungsbreite unterstreicht, mit der Anleger bei diesem kleinkapitalisierten Explorationswert rechnen müssen.
Die Kombination aus neuer Wasserstoff-Claimfläche in Nova Scotia und dem bevorstehenden Bohrstart bei Wicheeda North im Herbst dürfte in den kommenden Wochen der entscheidende Newsflow-Treiber für die Aktie bleiben.
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