PRIMARY HYDROGEN Aktie: Erste Bohrkampagne für Wicheeda North
Primary Hydrogen startet erstmals Bohrungen bei Wicheeda North. Das vollständig finanzierte Programm umfasst 1.500 Meter und ist bis 2030 genehmigt.

- Erste Bohrkampagne auf Wicheeda North
- Komplette Finanzierung bereits gesichert
- Genehmigung für 70 Bohrstandorte erteilt
- Aktie steigt um 8,5 Prozent
Primary Hydrogen Corp treibt sein Seltene-Erden-Projekt Wicheeda North in British Columbia voran. Das Unternehmen kündigte am heutigen Montag ein vollständig finanziertes und genehmigtes Arbeitsprogramm für 2026 an – Höhepunkt ist die erste Bohrkampagne in der Geschichte der Liegenschaft. Anleger reagierten deutlich: Die Aktie notiert aktuell bei 0,8300 Euro und legt damit im Tagesverlauf um 8,50 Prozent zu.
Bodenproben und Luftmessungen vor dem Bohrstart
Dem eigentlichen Bohrprogramm gehen laut Unternehmensangaben eine Bodenprobenkampagne und eine luftgestützte radiometrische Vermessung voraus. Erst danach beginnt die Bohrung selbst, die einen Umfang von rund 1.500 Metern umfassen und im Herbst 2026 abgeschlossen sein soll. Für Primary Hydrogen markiert dies den ersten Bohreinsatz überhaupt auf der Fläche Wicheeda North – ein Meilenstein für ein Projekt, das bislang noch nicht bohrtechnisch erschlossen war.
Rechtlich abgesichert ist das Vorhaben durch eine fünfjährige Genehmigung nach dem britisch-kolumbianischen Mines Act, die bis zu 70 Bohrstandorte erlaubt. Damit kann das Unternehmen nicht nur das laufende Programm 2026 umsetzen, sondern auch Folgeprogramme bis 2030 durchführen, ohne für jede Kampagne eine neue Arbeitsgenehmigung beantragen zu müssen. Das verschafft dem Unternehmen operative Planungssicherheit über mehrere Jahre.
Finanzierung steht bereits – Kapital aus Flow-Through-Runde
Eine zusätzliche Kapitalaufnahme ist für das laufende Programm nicht nötig. Primary Hydrogen finanziert die Arbeiten aus einer bereits abgeschlossenen Critical-Mineral-Flow-Through-Finanzierung, die das Unternehmen in Pressemitteilungen vom 23. Juni und 8. Juli angekündigt hatte. Im Rahmen der zugehörigen LIFE-Privatplatzierung waren Anfang Juli insgesamt 2.459.570 Units zu je 0,60 Dollar ausgegeben worden, was Bruttoerlöse von rund 1.475.742 Dollar einbrachte. Jede Unit bestand aus einer Stammaktie sowie einem Warrant, der zu 0,80 Dollar über 24 Monate ausübbar ist, frühestens jedoch nach 60 Tagen.
CEO David Jackson kommentierte die Ankündigung mit den Worten: „Wicheeda North ist genehmigt und finanziert, daher ging es in diesem Jahr um die Reihenfolge der Maßnahmen.“ Die Aussage unterstreicht, dass es dem Unternehmen in erster Linie um die operative Taktung des bereits gesicherten Vorhabens geht, nicht um offene Finanzierungsfragen.
Neue Führungsspitze und Explorationsteam
Die Ankündigung fällt in eine Phase personeller Umbauten. Jackson übernahm die Position des President und Chief Executive Officer erst am 20. Juli und folgte damit auf Benjamin Asuncion, der ins Board wechselte. Jackson bringt einen Hintergrund aus Immobilienentwicklung und Gesundheitstechnologie mit; zuletzt leitete er als President und Managing Partner ein Unternehmen für veterinärmedizinische Technik, das 2024 an einen globalen Gesundheitstechnologiekonzern verkauft wurde. Im Zuge seiner Berufung erhielt er Aktienoptionen auf bis zu 235.000 Stammaktien zu einem Ausübungspreis von 1,16 Dollar mit fünfjähriger Laufzeit.
Ergänzt wird die Führung durch Christopher Longton, der seit dem 24. Juli als Vice President Exploration fungiert. Er verantwortet die Explorationsprogramme des Unternehmens für das gesamte Portfolio aus natürlichem Wasserstoff und Seltenen Erden in Kanada und den USA und agiert zugleich als Qualified Person nach dem kanadischen Standard NI 43-101. Parallel bleibt Longton Principal Geologist bei Rangefront Mining Services, das dem Unternehmen weiterhin geologische Dienstleistungen erbringt.
Kursbild spiegelt neue Dynamik
Die Marktreaktion auf die jüngsten Nachrichten fällt kräftig aus: Binnen sieben Handelstagen legte die Aktie um 18,57 Prozent zu, über 30 Tage summiert sich das Plus auf 22,06 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,8950 Euro, erreicht am 27. April, trennen das Papier aktuell noch 7,26 Prozent. Die deutliche Rally seit dem Jahrestief bei 0,4500 Euro im März zeigt, wie stark Anleger die operative Aufwertung des Projekts honorieren – nun bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse die anstehenden Bodenproben und die Bohrkampagne im Herbst liefern.
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