PRIMARY HYDROGEN Aktie: Erste Bohrung Herbst 2026

Primary Hydrogen erhält Genehmigung für Explorationsbohrungen in British Columbia. Die vollständig finanzierte Kampagne startet im Herbst 2026.

Die Kernpunkte:
  • Erste Bohrkampagne in British Columbia
  • Vollständige Finanzierung sichergestellt
  • Fünf-Jahres-Permit für 70 Bohrstellen
  • Aktie trotz Rücksetzer im Aufwärtstrend

Primary Hydrogen Corp. hat für Wicheeda North in British Columbia ein vollständig finanziertes und genehmigtes Explorationsprogramm für 2026 angekündigt. Erstmals soll auf dem Gelände gebohrt werden – Teil eines rund 1.500 Meter umfassenden Programms, das im Herbst 2026 abgeschlossen werden soll. Damit rückt für das Unternehmen ein zentraler Meilenstein greifbar näher.

Erste Bohrung nach Bodenproben und Luftmessung

Vor dem eigentlichen Bohrbeginn stehen laut Unternehmensangaben zunächst geochemische Bodenproben sowie eine luftgestützte Radiometrie-Untersuchung an. Erst danach folgt die Maiden-Bohrkampagne.

Primary Hydrogen betonte, dass für das Programm keine weitere Finanzierung nötig sei – die Mittel stammen aus einer vorangegangenen Flow-Through-Finanzierung für kritische Mineralien. Das verschafft dem Unternehmen operative Planungssicherheit, ohne dass frisches Kapital am Markt eingesammelt werden muss.

Rückenwind erhält das Programm zudem durch die Genehmigungslage: Ein fünf Jahre gültiges Mines-Act-Permit deckt bis zu 70 Bohrstandorte sowie Schürfgräben und bis zu acht Kilometer Erschließungswege ab. Dadurch kann Primary Hydrogen die Arbeiten von 2026 bis 2030 fortsetzen, ohne für jedes einzelne Programm einen neuen Antrag stellen zu müssen. Die Nachricht wurde auch von Fachmedien wie H2 Bulletin aufgegriffen, das über die geplante erste Bohrkampagne in Wicheeda North berichtete.

Kurs bleibt trotz jüngstem Rücksetzer klar im Aufwärtstrend

Der Aktienkurs spiegelt die zuletzt dichte Nachrichtenlage wider. Zum gestrigen Handelsschluss notierte das Papier bei 0,8550 Euro, nach einem Tagesverlust von 3,4 Prozent.

Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 28 Prozent zu Buche, über sieben Tage waren es 14 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,8950 Euro, erreicht am 27. April 2026, trennt die Aktie nur ein geringer Abstand.

Der jüngste Tagesrücksetzer lässt sich als Konsolidierung nach der starken Rally der vergangenen Wochen einordnen. Gegenüber dem 50-Tage-Durchschnitt von 0,6362 Euro liegt der Kurs weiterhin deutlich höher, was auf einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend hindeutet. Mit einem RSI von 63,9 nähert sich das Papier zwar überkauften Bereichen, ein extremes Niveau ist damit aber noch nicht erreicht.

Branchenumfeld bleibt gemischt

Während Primary Hydrogen mit seinem konkreten Exploration Fortschritte meldet, zeigt sich das Umfeld der Wasserstoffbranche insgesamt uneinheitlich. Reuters berichtete kürzlich, dass Thyssenkrupp Nucera nach einem breiteren Quartalsverlust infolge gestiegener Projektkosten und eines eingestellten US-Pilotprojekts die Neueinstellungen in Hochkostenländern eingefroren hat.

Für Primary Hydrogen selbst liefert der aktuelle Kontext jedoch keine Hinweise auf vergleichbare Belastungen – im Mittelpunkt steht die bevorstehende erste Bohrung in Wicheeda North, deren Ergebnisse im Herbst erwartet werden.

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