Procter & Gamble Aktie: Manager nutzen Kursniveau

Mehrere P&G-Führungskräfte verkauften Aktien; Analysten hoben nach dem Quartal ihre Kursziele an, während der Konzern Anleihen platzierte.

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Die Kernpunkte:
  • Gama verkaufte 2.894 Aktien
  • Janzaruk veräußerte 9.479 Papiere
  • Drei Analysehäuser erhöhten ihre Kursziele
  • Anleihen in Euro und Dollar platziert

Gleich mehrere Führungskräfte von Procter & Gamble haben in den vergangenen Tagen Aktien verkauft. Die Transaktionen fallen in eine Phase, in der Analysten nach starken Quartalszahlen ihre Kursziele anheben.

Insider-Verkäufe im Überblick

Paul Gama, Chef der Gesundheitssparte, trennte sich am 30. Oktober von 2.894 Aktien zu 165 Dollar. Der Erlös lag bei rund 478.000 Dollar. Er hält danach direkt weiterhin knapp 43.900 Papiere, dazu kommen gut 1.180 Aktien über einen Pensionsplan.

Größer war der Verkauf von Matthew Janzaruk, Chief Accounting Officer. Er veräußerte am 3. November 9.479 Aktien zu 163 Dollar, insgesamt etwa 1,55 Millionen Dollar. Zuvor hatte er am selben Tag Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von 98,55 Dollar eingelöst. Der Verkauf folgt also direkt auf die Optionsausübung, und die Differenz zum Marktpreis ist beträchtlich.

Direkt hält Janzaruk nach der Transaktion nur noch rund 1.270 Aktien. Hinzu kommen knapp 3.930 Papiere über einen Pensionsplan.

Optionsausübung mit anschließendem Verkauf ist bei Führungskräften ein gängiges Muster. Ein Urteil über die Aussichten des Konzerns lässt sich daraus nicht ableiten.

Analysten legen nach

Das Umfeld für die Aktie ist freundlich. Das erste Geschäftsquartal brachte ein organisches Umsatzwachstum von 4,0 Prozent und übertraf damit die Erwartungen. Morgan Stanley hob das Kursziel auf 185 Dollar und verwies auf einen Gewinn je Aktie, der rund 6 Prozent über der Prognose lag.

Piper Sandler erhöhte auf 167 Dollar und nannte die starke organische Dynamik beim Umsatz. TD Cowen setzte 166 Dollar an. Das Haus hält es für möglich, dass P&G die obere Spanne seiner Umsatz- und Gewinnziele erreicht.

Die Aktie schloss am Freitag bei 165,40 Dollar, ein Minus von gut einem Prozent. Damit liegt sie nahe an den Kurszielen von Piper Sandler und TD Cowen, während Morgan Stanley noch deutlich Luft nach oben sieht.

Frisches Geld über Anleihen

Parallel hat der Konzern seine Finanzierung erweitert. Er platzierte eine Euro-Anleihe über 3,25 Milliarden Euro in vier Tranchen mit Laufzeiten von 2030 bis 2046. Dazu kommt eine Dollar-Emission über 4 Milliarden Dollar mit Fälligkeiten zwischen 2031 und 2056 und Kupons von 5,125 bis 5,900 Prozent.

Die Marktkapitalisierung beträgt rund 383 Milliarden Dollar. Die Dividende wurde 43 Jahre in Folge erhöht, die Rendite liegt bei 2,63 Prozent.

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