Procter & Gamble Aktie: Solide, aber gebremst

Procter & Gamble meldt stabile Kerngeschäfte im zweiten Quartal 2026, hält an Jahresprognose fest. Die Beauty-Sparte wächst, während der US-Markt die Umsatzdynamik bremst.

Die Kernpunkte:
  • Organisches Umsatzwachstum stagniert im Quartal
  • Beauty-Sparte legt mit 4% organisch zu
  • Lateinamerika und Europa als Wachstumsmotoren
  • Jahresprognose für Core-EPS bleibt unverändert

Procter & Gamble hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein Ergebnis abgeliefert, das zwischen Stabilität und Gegenwind pendelt. Der Gewinn lag im Rahmen der Erwartungen, doch beim Umsatz bremste vor allem die verhaltene Konsumlaune in den USA. Immerhin: Der Konzern hält an seiner Jahresprognose fest – und setzt sichtbar auf eine stärkere zweite Jahreshälfte.

Zahlen: Wachstum ja, Dynamik nein

Im Quartal bis zum 31. Dezember 2025 stiegen die Nettoerlöse um 1% auf 22,2 Mrd. US-Dollar. Organisch blieb das Wachstum jedoch unverändert – ein Hinweis darauf, dass das Umfeld für Preiserhöhungen und Volumen aktuell anspruchsvoll ist.

Wichtige Kennzahlen aus dem Quartal:

  • Verwässertes EPS: 1,78 US-Dollar (−5% zum Vorjahr)
  • Core EPS: 1,88 US-Dollar (unverändert)
  • Operativer Cashflow: 5,0 Mrd. US-Dollar
  • Nettogewinn: 4,3 Mrd. US-Dollar
  • Adjusted Free Cash Flow Productivity: 88%

Dass das verwässerte EPS zurückging, führt das Unternehmen vor allem auf zusätzliche Restrukturierungskosten im laufenden Geschäftsjahr zurück. Operativ – das zeigt das stabile Core EPS – lief es damit deutlich robuster als die GAAP-Zahl vermuten lässt.

Sparten: Beauty glänzt, Family Care schwächelt

Die Entwicklung innerhalb des Konzerns verlief uneinheitlich. Besonders stark präsentierte sich Beauty: Organisch legten die Erlöse um 4% zu, getragen von hoher Nachfrage nach Haarpflege sowie höherpreisigen Angeboten. Auch Health Care wuchs solide (+3% organisch).

Dagegen geriet Baby, Feminine & Family Care unter Druck: Organisch ging der Umsatz dort um 4% zurück. In Summe unterstreicht das die aktuelle Lage: Premium- und Gesundheitsbereiche tragen, während einzelne Alltagskategorien weniger Rückenwind haben.

USA als Bremsklotz – Ausland federt ab

International kam spürbar Unterstützung. Lateinamerika erreichte 8% organisches Wachstum, die Region Europe Enterprise 6%. Insgesamt verzeichneten fünf von sieben Regionen organisches Wachstum.

In den USA dagegen sprach P&G von Gegenwind durch weichere Konsumausgaben und Markttrends. Positiv aus Konzernsicht: Sieben von zehn Produktkategorien konnten weltweit organisch zumindest halten oder zulegen – die Schwäche ist also nicht flächendeckend.

Dividende, Rückkäufe und Ausblick: Kurs bleibt gesetzt

P&G gab im Quartal 4,8 Mrd. US-Dollar an Aktionäre zurück – über Dividenden (2,5 Mrd. US-Dollar) und Aktienrückkäufe (2,3 Mrd. US-Dollar). Zudem wurde am 13. Januar eine Quartalsdividende von 1,0568 US-Dollar je Aktie beschlossen, zahlbar am oder nach dem 17. Februar 2026.

Beim Ausblick bleibt der Konzern grundsätzlich auf Linie und hält die Prognose für organisches Wachstum, Core-EPS-Entwicklung und Kapitalrückflüsse. Anpassungen gibt es allerdings bei der GAAP-Spanne: Das erwartete Wachstum des verwässerten EPS wurde auf 1% bis 6% gesenkt (zuvor 3% bis 9%) – begründet mit höheren, nicht zum Kerngeschäft gezählten Restrukturierungskosten. Die Core-EPS-Prognose bleibt bei 6,83 bis 7,09 US-Dollar (Mitte: 6,96).

Am Markt ist die Aktie zuletzt eher seitwärts gelaufen: Am Freitag schloss sie bei 150,13 US-Dollar.

Unterm Strich sendet P&G damit ein klares Signal: Das operative Geschäft soll stabil bleiben, aber die Ergebnisdarstellung wird kurzfristig von Restrukturierungskosten überlagert – und die entscheidende Variable für die nächsten Quartale bleibt, ob der US-Konsum wieder stärker mitspielt.

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