Procter & Gamble Aktie: Wachstum stockt

Der Konsumgüterkonzern meldet schwache Umsatzentwicklung und sinkende Absatzmengen. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr wurde nach unten korrigiert.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzwachstum stagniert bei nur einem Prozent
  • Absatzmengen in drei von fünf Sparten rückläufig
  • Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt
  • Starke regionale Unterschiede bei der Nachfrage

Procter & Gamble hat die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Während der Gewinn die Erwartungen knapp übertraf, blieb der Umsatz hinter den Prognosen zurück. Der Grund: Die Nachfrage nach wichtigen Produkten bröckelt. Besonders kritisch: In drei von fünf Sparten gingen die Verkaufsmengen zurück.

Die Zahlen im Detail

Im Quartal bis Ende Dezember 2025 erzielte der Konsumgüterriese einen Netzoumsatz von 22,2 Milliarden US-Dollar – ein Plus von nur einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das organische Wachstum, das Währungseffekte und Übernahmen herausrechnet, lag bei null.

Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 1,88 US-Dollar und entsprach damit dem Vorjahreswert. Analysten hatten im Schnitt mit 1,86 US-Dollar gerechnet. Unterm Strich sank der Nettogewinn jedoch von 4,63 auf 4,32 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge schrumpfte um 120 Basispunkte auf 51,2 Prozent, während das operative Ergebnis um sieben Prozent auf 5,37 Milliarden US-Dollar zurückging.

Besonders ins Auge fällt: Das Gesamtvolumen sank um ein Prozent. Hinter dieser Zahl verbergen sich teils deutliche Rückgänge in einzelnen Bereichen.

Wo es hakt

Die Sparte Baby, Feminine & Family Care verzeichnete mit minus fünf Prozent den stärksten Volumenrückgang – der Umsatz fiel um drei Prozent. Auch im Bereich Grooming gingen die Verkaufsmengen um zwei Prozent zurück, trotz eines leichten Umsatzplus von zwei Prozent.

Einzig die Beauty-Sparte konnte positiv überraschen: Hier legten die Verkaufsmengen um drei Prozent zu, der Umsatz stieg um fünf Prozent. In den Bereichen Health Care und Fabric & Home Care stagnierte das Volumen weitgehend.

Regional zeigt sich ein gemischtes Bild. Während Lateinamerika mit plus acht Prozent und Europa mit plus sechs Prozent deutlich wuchsen, bleibt die Nachfrage in den USA schwach.

Prognose angepasst

Das Management senkte die Gewinnprognose für das Gesamtjahr: Statt drei bis neun Prozent erwartet P&G nun nur noch ein bis sechs Prozent Wachstum beim Gewinn je Aktie. Als Grund nannte das Unternehmen höhere Restrukturierungskosten. Die Umsatzprognose von einem bis fünf Prozent organischem Wachstum blieb hingegen unverändert.

CEO Shailesh Jejurikar, der erst im Januar 2026 die Führung übernahm, zeigte sich zuversichtlich für die zweite Jahreshälfte. Auf der anstehenden CAGNY-Konferenz will das Unternehmen Details zur strategischen Neuausrichtung präsentieren. Ob diese ausreicht, um das Volumenproblem zu lösen, muss sich zeigen. Immerhin flossen im Quartal 4,8 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurück – 2,5 Milliarden als Dividende, 2,3 Milliarden durch Aktienrückkäufe.

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