Procter & Gamble Aktie: Warnsignale vor Zahlen

Mehrere Großbanken senken ihre Erwartungen an Procter & Gamble kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen. Der erste Bericht des neuen CEO steht unter besonderer Beobachtung.

Die Kernpunkte:
  • UBS, Barclays und BNP Paribas senken Erwartungen
  • Erster Quartalsbericht unter neuem CEO Shailesh Jejurikar
  • Markt rechnet mit Gewinn von 1,87 US-Dollar je Aktie
  • Aktie verzeichnete zuletzt sieben Handelstage mit Verlusten

Procter & Gamble steht vor einer wichtigen Bewährungsprobe. Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen mehren sich die skeptischen Stimmen führender Investmentbanken. Während der neue CEO Shailesh Jejurikar seine erste Bilanz präsentiert, warnen Experten vor gedämpftem Wachstum. Anleger blicken nun gespannt auf die kommende Woche: Kann der Konsumgüter-Riese gegen den Trend überzeugen oder bestätigen sich die vorsichtigen Prognosen?

Analysten treten auf die Bremse

Am Freitag sorgten gleich mehrere Großbanken für Unruhe. Analysten von UBS, Barclays und BNP Paribas Exane veröffentlichten fast zeitgleich neue Einschätzungen, die eine deutlich vorsichtigere Haltung signalisieren. Im Kern der Skepsis steht die Befürchtung, dass das organische Wachstum im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal verhalten ausgefallen sein könnte.

Die UBS bezeichnete die Aussichten explizit als „gedämpft“. Begleitet wurden diese Kommentare von Anpassungen der Kursziele bei Barclays und BNP Paribas Exane. Dass diese Korrekturen so kurz vor dem Berichtstermin erfolgen, deutet darauf hin, dass Marktbeobachter ihre Erwartungen an die Realität anpassen und das Überraschungspotenzial nach oben als begrenzt einschätzen.

Neuer CEO unter Beobachtung

Die kommenden Zahlen haben über die reinen Finanzdaten hinaus eine strategische Bedeutung. Es ist der erste Quartalsbericht unter der Führung von Shailesh Jejurikar, der am 1. Januar 2026 den Posten des CEO von Jon Moeller übernahm. Investoren warten auf erste Hinweise, wie die neue Spitze den Konzern durch das aktuelle Wirtschaftsumfeld steuern will.

Diese Neuausrichtung trifft auf eine zuletzt unsichere Marktphase. Anfang Januar verzeichnete das Papier sieben Handelstage in Folge mit Verlusten, bevor sich der Kurs zum Wochenende bei 144,53 US-Dollar stabilisierte. Der Druck auf das Management ist entsprechend hoch, diese Schwächephase durch einen überzeugenden Ausblick zu beenden.

Der Blick auf den Donnerstag

Die Fakten kommen voraussichtlich am Donnerstag, dem 22. Januar 2026, vor Börsenbeginn auf den Tisch. Der Marktkonsens rechnet laut Zacks Investment Research mit einem Gewinn pro Aktie von 1,87 US-Dollar. Im vorangegangenen Quartal konnte P&G die Erwartungen mit 1,99 US-Dollar noch übertreffen.

Entscheidend für die kurzfristige Richtung der Aktie wird der anschließende Conference Call am selben Vormittag sein. Hier muss sich zeigen, ob die jüngst revidierten Analystenmeinungen zu pessimistisch waren oder ob P&G tatsächlich vor einem schwierigeren Jahr steht. Bis dahin dürften Anleger eine abwartende Haltung einnehmen.

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