Procter & Gamble Aktie: Zehn Milliarden für Aktionäre

Höhere Verkaufsmengen steigern den Quartalsumsatz; P&G passt die Gesamtwachstumsprognose an und bestätigt die Gewinnziele.

Die Kernpunkte:
  • Organischer Quartalsumsatz steigt um vier Prozent
  • Bereinigter Gewinn je Aktie wächst um ein Prozent
  • Gesamtwachstumsziel auf zwei bis vier Prozent angehoben
  • Rund zehn Milliarden Dollar Dividenden geplant

P&G startet stärker ins Geschäftsjahr 2026/27 als erwartet. Der Konzern hebt sein Umsatzziel an, hält aber an den Gewinnzielen fest. Die Aktie legte im frühen US-Handel um gut fünf Prozent zu und führte den US 30 an.

Volumen statt Preiserhöhungen

Der organische Umsatz, also ohne Zukäufe und Währungseffekte, stieg im Quartal bis Ende September um vier Prozent auf 23,3 Milliarden Dollar. Getrieben wurde das Wachstum vor allem von höheren Verkaufsmengen. Die Preise zogen über das gesamte Portfolio nur leicht an.

Das passt zum Bild verbrauchernaher Konzerne: Konsumenten achten angesichts hoher Inflation stärker auf Preise. P&G deckt mit Waschmitteln, Windeln und Zahnpasta viele Preisklassen ab. Das scheint dem Konzern zu helfen, eine schwächere Konjunktur besser abzufedern als manche Konkurrenten.

Beim Gewinn fiel der Zuwachs bescheiden aus. Der Nettogewinn lag mit gut 4,7 Milliarden Dollar ungefähr auf Vorjahresniveau. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um ein Prozent auf 2,00 Dollar.

Prognose: Thorne schiebt das Umsatzziel

Die Ziele für das organische Umsatzwachstum von ein bis drei Prozent und für den bereinigten Gewinn je Aktie bestätigte P&G. Letzterer soll zwischen stagnierend und plus drei Prozent liegen, was einer Spanne von 6,89 bis 7,11 Dollar entspricht.

Neu ist das Ziel für das Gesamtwachstum inklusive aller Effekte: zwei bis vier Prozent. Es berücksichtigt die Erlöse von Thorne, dem Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln und Gesundheitsprodukten, den P&G Anfang Oktober übernommen hat. Der organische Ausblick bleibt davon unberührt.

Für das laufende Geschäftsjahr plant der Konzern außerdem, rund zehn Milliarden Dollar als Dividende auszuschütten. Dazu kommen geplante Aktienrückkäufe über fünf Milliarden Dollar. Die Free-Cashflow-Produktivität soll weiter bei 85 bis 90 Prozent liegen.

CEO Shailesh Jejurikar verwies auf die konsequentere Umsetzung der integrierten Strategie. Geopolitische und wirtschaftliche Herausforderungen dürften seiner Einschätzung nach anhalten, der Start halte P&G aber auf Kurs für die Jahresziele.

Dass der Markt so deutlich reagiert, liegt auch an der niedrigen Erwartungshaltung bei einem Defensivwert mit schwachem Gewinnwachstum. Die bestätigte Gewinnspanne von 6,89 bis 7,11 Dollar bleibt dabei die Messlatte, an der sich die kommenden Quartale orientieren.

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