ProSiebenSat.1 Aktie: Werbemarkt-Warnung?

Schwächere Umsatzerwartungen treffen auf bestätigte EBITDA-Prognose; zwei Analysehäuser reduzierten ihre Kursziele für ProSiebenSat.1.

Die Kernpunkte:
  • JPMorgan reduziert Ziel auf 5,40 Euro
  • Deutsche Bank Research senkt auf 3,40 Euro
  • Organischer Konzernumsatz soll leicht zurückgehen
  • EBITDA-Ausblick für 2026 bleibt bestätigt

JPMorgan hat gestern das Kursziel für ProSiebenSat.1 von 6,20 auf 5,40 Euro gesenkt und die Einstufung „Overweight“ beibehalten. Als Grund für die Anpassung nannte die Bank schwächere Prognosen für die Werbeeinnahmen europäischer TV-Sender, auf die sie ihre neue Einschätzung zum Kursziel stützt. Die Aktie legt heute um 2,7% zu; ein Zusammenhang zwischen dieser Kursbewegung und der Analystenentscheidung ist damit nicht belegt.

Zwei Häuser reduzieren ihre Kursziele

Bereits am Dienstag hatte Deutsche Bank Research ihr Kursziel für ProSiebenSat.1 nach unten angepasst. Das Analysehaus senkte den Zielwert von 4,00 auf 3,40 Euro, ließ die Einstufung der Aktie aber unverändert bei „Hold“. Auch diese Anpassung betraf somit das Kursziel und nicht die Empfehlung des Hauses.

Weniger Umsatz erwartet, Ergebnisziel bestätigt

ProSiebenSat.1 hatte am 29. Oktober auf Basis vorläufiger Neunmonatszahlen für 2026 eine niedrigere Erwartung an die organische Umsatzentwicklung bekannt gegeben. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen beim organischen Konzernumsatz mit einem leichten Rückgang. Zuvor hatte die Prognose noch ein leichtes Wachstum vorgesehen.

Beim Ergebnis hielt ProSiebenSat.1 dagegen an seiner bisherigen Erwartung fest: Das Unternehmen bestätigte den Ausblick auf einen deutlichen Anstieg des EBITDA im Gesamtjahr 2026. Die vorläufigen Zahlen für den Neunmonatszeitraum wiesen beim EBITDA einen Zuwachs um 159 Millionen Euro auf 198 Millionen Euro aus.

Die Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal und den Neunmonatszeitraum 2026 ist nach Unternehmensangaben für den 12. November 2026 geplant. Damit steht nach den bereits veröffentlichten vorläufigen Neunmonatszahlen als nächster angekündigter Berichtstermin die gemeinsame Vorlage der Quartals- und Neunmonatszahlen an.

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