Prospect Capital: Kampf um die Dividendenlegende

Prospect Capital meldet einen Nettoverlust von 226,4 Mio. USD und einen NAV-Rückgang von 8,74 auf 6,56 USD je Aktie, während die ungedeckte Dividende von 18,88% weitere Kürzungen befürchten lässt.

Die Kernpunkte:
  • Nettoverlust von 226,4 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr
  • NAV je Aktie von 8,74 auf 6,56 US-Dollar gesunken
  • Ungedeckte Dividendenrendite von 18,88 Prozent
  • Strategiewechsel hin zu sichereren Senior-Darlehen

Ein hoher Dividendenertrag von fast 19% klingt verlockend – doch bei Prospect Capital bezahlen Anleger den Traum vom passiven Einkommen mit massiven Kursverlusten. Das Business Development Company steckt in einer Zwickmühle zwischen schwindender Profitabilität und dem Druck, seine legendäre Ausschüttung zu halten.

Ernüchternde Bilanz trotz Überraschungseffekt

Die jüngsten Jahreszahlen für das am 30. Juni 2025 beendete Geschäftsjahr offenbaren die tiefen Probleme des Unternehmens. Zwar übertraf der bereinigte Gewinn von 0,17 US-Dollar je Aktie die Erwartungen der Analysten um beachtliche 33,9%. Doch hinter dieser positiven Überraschung verbergen sich alarmierende Tendenzen: Der Nettoanlageertrag brach im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 102,9 auf 79,0 Millionen US-Dollar ein. Noch dramatischer fiel der Nettoverlust für Stammaktionäre aus, der sich auf 226,4 Millionen US-Dollar belief – hauptsächlich verursacht durch Verluste aus Investitionen.

Der wohl signifikanteste Wert: Das Nettoinventarvermögen (NAV) je Aktie sank von 8,74 auf 6,56 US-Dollar. Diese Entwicklung erklärt, warum die Aktie trotz besserer als erwarteter Ergebnisse langfristig unter massivem Abwärtsdruck steht.

Die Dividendenfalle schnappt zu

Für viele Anleger war Prospect Capital lange Zeit eine verlässliche Dividendenmaschine. Doch die Zeiten haben sich geändert:

  • Die monatliche Ausschüttung wurde bereits im November 2024 von 0,06 auf 0,045 US-Dollar je Aktie gekürzt – ein Minus von 25%
  • Die aktuelle Jahresdividende von 0,54 US-Dollar führt zu einer scheinbar traumhaften Rendite von 18,88%
  • Doch die Ausschüttungsquote liegt bei negativen -62,79% – die Dividende wird nicht durch Erträge gedeckt

Diese Konstellation beschwört die Gefahr weiterer Dividendensenkungen herauf, was insbesondere für einkommensorientierte Anleger eine existenzielle Bedrohung darstellt.

Strategische Wende mit ungewissem Ausgang

Erkennbar versucht das Management, das Steuer herumzureißen. Der Fokus liegt eindeutig auf der Stärkung der Portfoliostabilität:

  • Erste lien-Senior-Darlehen machen mittlerweile 70,5% des Gesamtportfolios aus
  • PIK-Einkommen (Payment-in-Kind) wurde mehr als halbiert
  • Nur 0,3% der Vermögenswerte befanden sich in Nicht-Basiszinszahlung

Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Bilanz konsolidiert: Schuldentilgungen in Höhe von über 550 Millionen US-Dollar entlasten die Kapitalstruktur, während 1,3 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln kurzfristige Flexibilität sichern.

Kann der strategische Shift hin zu sichereren Anlageklassen das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen – oder bleibt Prospect Capital in der Abwärtsspirale aus fallendem NAV und dividendensenkungsgetriebenen Kursverlusten gefangen? Die aktuelle Kursperformance mit einem Minus von über 40% seit Jahresbeginn spricht eine deutliche Sprache.

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