PSI Software Aktie: Delisting-Risiko

Für verbleibende PSI Software-Aktionäre endet die Annahmefrist für das Übernahmeangebot von Warburg Pincus. Wer die 45 Euro je Aktie nicht annimmt, riskiert illiquide Restbestände nach einem geplanten Börsenrückzug.

Die Kernpunkte:
  • Übernahmefrist endet am 2. Januar 2026
  • Fixer Barpreis von 45 Euro je Aktie
  • Geplantes Delisting senkt künftige Liquidität
  • E.ON bleibt als strategischer Großaktionär

Für Aktionäre von PSI Software läuft die Zeit ab. Die zusätzliche Annahmefrist für das Übernahmeangebot von Warburg Pincus endet morgen – bei gleichzeitig geschlossenen Börsen heute. Im Raum steht nicht nur ein fixer Ausstiegskurs von 45 Euro je Aktie, sondern auch das konkrete Risiko eines Delistings mit deutlich sinkender Handelbarkeit danach.

Die Fakten im Überblick

Der Finanzinvestor Warburg Pincus bietet über die Zest BidCo GmbH 45,00 Euro in bar je Aktie. Nach Ablauf der regulären Angebotsfrist im Dezember hält der Bieter bereits rund 82,35 % der Anteile.

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Die aktuelle Lage für verbleibende Kleinaktionäre stellt sich so dar:

  • Angebotspreis: 45,00 Euro je Aktie in bar
  • Fristende: Morgen, 2. Januar 2026, 24:00 Uhr MEZ
  • Marktlage: Kurs zuletzt stabil knapp unterhalb bzw. an der Marke von 45 Euro
  • Konsequenz: Nach Fristende keine Garantie, diesen Preis noch zu erzielen

Der Angebotspreis beinhaltet eine deutliche Prämie auf das Kursniveau vor der Übernahmeankündigung im Oktober 2025. Da die Aktie zuletzt praktisch auf dem Niveau des Angebots notierte, besteht an der Börse kaum Spielraum über die 45 Euro hinaus.

Delisting-Pläne und Folgen

Warburg Pincus hat klar angekündigt, ein Delisting der PSI Software Aktie anzustreben. Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen diesen Schritt.

Für Aktionäre, die das Angebot nicht annehmen, kann ein Rückzug von der Börse weitreichende Folgen haben:

  • Einstellung des regulären Handels: Kein Handel mehr über Xetra und die Regionalbörsen
  • Geringe Liquidität: Verkäufe nur noch außerbörslich, voraussichtlich mit Abschlägen
  • Weniger Transparenz: Wegfall der strengeren Publizitätspflichten börsennotierter Unternehmen

Wer nicht andient, läuft Gefahr, auf schwer handelbaren, illiquiden Restbeständen sitzenzubleiben. Eine spätere Zwangsabfindung (Squeeze-out) wäre zwar grundsätzlich möglich, setzt aber typischerweise Beteiligungsquoten von 90 % oder 95 % voraus. Diese Schwellen sind nach aktuellem Stand noch nicht offiziell erreicht, sodass eine Spekulation darauf mit Unsicherheit verbunden bleibt.

Rolle von E.ON als Ankeraktionär

Eine Besonderheit der Transaktion ist der Energiekonzern E.ON. Der langjährige strategische Partner hält 17,77 % der Anteile und hat sich vertraglich verpflichtet, diese nicht an Warburg Pincus zu veräußern. E.ON bleibt damit als Großaktionär investiert, um die weitere technologische Entwicklung im Energienetzbereich zu begleiten.

Für Privatanleger ergibt sich daraus jedoch kein unmittelbarer Handlungsrahmen. Die Ziele eines strategischen Partners unterscheiden sich deutlich von denen klassischer Minderheitsaktionäre, die in der Regel auf eine funktionierende Börsenhandelbarkeit ihrer Positionen angewiesen sind.

Schluss: 45 Euro als Obergrenze

Die PSI Software Aktie befindet sich in einer finalen Abwicklungsphase. Da heute kein Handel stattfindet, müssen Aktionäre, die das Übernahmeangebot nutzen wollen, morgen ihre Bank oder ihren Broker rechtzeitig instruieren, sofern dies technisch innerhalb der Frist möglich ist.

Oberhalb von 45,00 Euro ist kurzfristig kein realistisches Aufwärtspotenzial erkennbar, da der Angebotspreis faktisch als Deckel wirkt. Das zentrale Risiko nach Ablauf der Annahmefrist ist ein deutlicher Verlust an Liquidität durch ein mögliches Delisting. Wer den festen Barpreis realisieren möchte, muss die verbleibende Zeit bis morgen ausschöpfen und die Abwicklung entsprechend organisieren.

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