Puma Aktie: Bäumer weg, Höld übernimmt?

Neue Vertriebschefs und Produktkooperationen prägen Puma; die Quartalsmitteilung zum dritten Quartal ist für den 30. Oktober geplant.

Die Kernpunkte:
  • Fokko de Rooij startet am 1. Oktober
  • Daniel Pustina leitet Cluster Central
  • Cathari-Kollektion ist im Handel erhältlich
  • Bank of America senkt Kursziel auf 21 Euro

Mit personellen Weichenstellungen im europäischen Vertrieb geht der Sportartikelhersteller Puma in das Schlussquartal. Zum 1. Oktober übernimmt Fokko de Rooij die Position als Managing Director Europe. Gleichzeitig übernahm Daniel Pustina mit sofortiger Wirkung die Leitung des Clusters Central.

Die Neuordnung der europäischen Führungsriege fällt in eine Phase operativer Übergänge und folgt auf den angekündigten Rücktritt von Vertriebsvorstand Matthias Bäumer, der sein Amt aus persönlichen Gründen zum 30. September niederlegt. Übergangsweise übernimmt Vorstandschef Arthur Höld die Verantwortung für den weltweiten Vertrieb sowie die Tochtergesellschaften.

Produktinitiativen vor dem Quartalswechsel

Parallel zu den strukturellen Anpassungen im Management setzt das Unternehmen auf Impulse im Sneaker- und Lifestyle-Segment. Am vergangenen Samstag startete der Verkauf einer gemeinsamen Kollektion mit der Designerin Daniëlle Cathari bei ausgewählten Händlern. Die Kooperation umfasst Neuinterpretationen der bekannten Modelle Speedcat und Suede.

Wenige Tage zuvor, am 24. September, stellte der Konzern zudem drei neue Farbvarianten der Suede-Linie vor. Ergänzend kündigte Puma am 22. September eine partnerschaftliche Produktreihe mit Warner Bros. Discovery Global Consumer Products rund um „The Powerpuff Girls“ an.

Mit den Neuauflagen etablierter Schuhmodelle versucht Puma, im umkämpften Sport- und Streetwear-Markt Akzente zu setzen. Am Kapitalmarkt spiegelt sich die Zurückhaltung der Investoren wider: Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet die Aktie ein Minus von 12 Prozent. Vorbörslich notiert das Papier bei 22,49 Euro, womit der Börsenwert des Konzerns bei rund 3,29 Milliarden Euro liegt.

Warten auf die Quartalsmitteilung

Für zusätzliche Orientierung sorgen die Einschätzungen der Analysten aus den vergangenen Wochen. Die Bank of America hatte am 17. September ihr Kursziel für die Puma-Aktie von 26 auf 21 Euro gesenkt und das Votum „Underperform“ bestätigt.

Als Gründe nannte das Institut reduzierte Umsatzerwartungen sowie eine langsamer verlaufende Erholung der Profitabilität. Die kanadische Bank RBC stufte die Aktie am 22. September unverändert mit „Sector Perform“ und einem Kursziel von 23 Euro ein.

Aufschluss über die tatsächliche Geschäftsentwicklung und die Margenlage im Herbst versprechen die anstehenden Zwischenergebnisse. Am 30. Oktober 2026 plant Puma die Veröffentlichung der Quartalsmitteilung zum dritten Quartal. Bis dahin müssen die neuen Vertriebsverantwortlichen unter Beweis stellen, wie schnell die angekündigten Produktinitiativen greifen.

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