Puma Aktie: Berenberg setzt auf ANTA

Berenberg sieht Potenzial durch Management und ANTA, während Jefferies mit einer langsamen Rückkehr der Handelspartner rechnet.

Die Kernpunkte:
  • Berenberg bestätigt Kaufempfehlung und 40-Euro-Ziel
  • Jefferies reduziert Kursziel auf 23,50 Euro
  • ANTA hält 29,06 Prozent an Puma
  • Quartalszahlen für den 30. Oktober erwartet

Bei Puma treffen Hoffnungen auf eine Wertsteigerung durch das neue Management auf vorsichtige Erwartungen an das operative Geschäft. Berenberg bestätigte heute seine Kaufempfehlung und setzt auf Unterstützung durch ANTA Sports. Jefferies hatte gestern dagegen das Kursziel gesenkt. Der Unterschied liegt vor allem im Blickwinkel: langfristige Möglichkeiten auf der einen Seite, eine schrittweise Rückkehr der Großhandelspartner auf der anderen.

Zwei Perspektiven auf die Erholung

Berenberg beließ Puma heute auf „Buy“ mit einem Kursziel von 40 Euro. Analyst Nick Anderson verwies auf mögliche Werthebung durch das neue Management. Dabei könnte die Expertise von ANTA Sports helfen.

Diese Einschätzung richtet den Blick auf das Zusammenspiel von Führung und neuem Großaktionär. Sie beschreibt eine Chance, keine bereits erreichte Verbesserung. Für Anleger ist deshalb entscheidend, ob sich die erwartete Unterstützung auch in der Geschäftsentwicklung niederschlägt.

Jefferies senkte gestern das Kursziel von 27,50 auf 23,50 Euro und beließ die Einstufung auf „Hold“. Analyst James Grzinic erwartet eine nur schrittweise Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit Großhandelspartnern.

Die beiden Urteile müssen sich damit nicht grundsätzlich widersprechen. Berenberg betont mögliche Wertsteigerungen durch Management und Aktionärsexpertise. Jefferies stellt das Tempo der geschäftlichen Erholung in den Vordergrund. Eine langfristige Chance bedeutet nicht automatisch einen schnellen operativen Fortschritt.

ANTA unterstützt ohne Übernahmeplan

ANTA Sports schloss am 7. Oktober den Erwerb von 29,06 % an Puma von Artémis SAS ab. Der Kaufpreis betrug 1.505,5 Millionen Euro in bar. Damit wurde ANTA Sports zum größten Anteilseigner.

Nach Angaben von ANTA Sports bleibt Puma unabhängig geführt. Der neue Großaktionär will eine angemessene Vertretung im Aufsichtsrat anstreben und hat derzeit keine Pläne für ein Übernahmeangebot.

Die Beteiligung liefert somit den Hintergrund für Andersons positive Einschätzung. Sie ist aber von einer vollständigen Übernahme klar zu unterscheiden. Auch die angestrebte Aufsichtsratsvertretung ist noch kein vollzogener Schritt.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Für den 30. Oktober wird die Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal 2026 erwartet. Grzinic rechnet damit, dass sie seine Einschätzung einer schrittweisen Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit Großhandelspartnern bestätigen.

Damit steht zunächst nicht die Beteiligungsstruktur im Mittelpunkt, sondern deren mögliche Verbindung zur operativen Entwicklung. Die Zahlen können einen Anhaltspunkt dafür liefern, wie schnell die von den Analysten unterschiedlich gewichtete Erholung vorankommt.

Beim aktuellen Kurs von 23,32 € liegt die Aktie unter beiden genannten Kurszielen. Die wesentlich unterschiedlichen Zielmarken zeigen allerdings, wie weit die Erwartungen auseinanderliegen. Entscheidend für die Einordnung bleibt das Erholungstempo: ANTA eröffnet eine strategische Perspektive, während die nächsten Geschäftszahlen den operativen Fortschritt greifbarer machen können.

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