Puma Aktie: Cecchini wechselt von Nike

Puma verliert Umsatz, verbessert jedoch Marge und EBIT. Ein Führungswechsel sowie das RBC-Kursziel prägen den Ausblick auf das dritte Quartal.

Die Kernpunkte:
  • Bäumer verlässt Puma zum Monatsende
  • Nike-Manager Cecchini übernimmt Sportmarketing
  • RBC reduziert Kursziel auf 23 Euro
  • Umsatz sinkt im zweiten Quartal

Puma steht vor einem personellen Umbruch in der Führungsebene, während der Aktienkurs unter dem Druck vorsichtiger Analysteneinschätzungen und eines schwierigen Branchenumfelds leidet. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach gewinnt operative Erfahrung von einem großen US-Wettbewerber hinzu.

Im vorbörslichen Handel zeigt sich das Papier am heutigen Freitag mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 21,82 Euro, nachdem die vergangenen Wochen von deutlichen Rücksetzern geprägt waren.

Strategische Neuausrichtung im Führungsteam

Innerhalb des Vorstands kommt es zu einer signifikanten Veränderung. Wie Medienberichten zufolge bekannt wurde, wird Chief Commercial Officer Matthias Bäumer das Gremium zum 30. September aus persönlichen Gründen verlassen. Dieser Schritt markiert das Ende seiner Tätigkeit in der operativen Führung des Unternehmens zum Monatsende. Gleichzeitig setzt Puma-Chef Arthur Hoeld auf externe Verstärkung für das Marketing.

Ab dem 1. Oktober wird Steve Cecchini die Position des Senior Vice President Sports Marketing übernehmen. Cecchini wechselt vom Konkurrenten Nike nach Herzogenaurach und berichtet in seiner neuen Funktion direkt an den CEO. Damit unterstreicht das Management seine Bemühungen, die globale Markenpräsenz zu schärfen und die strategische Positionierung gegenüber den Wettbewerbern zu festigen.

RBC senkt das Kursziel nach Branchen-Druck

Die operativen Veränderungen fallen in eine Phase erhöhter Skepsis am Kapitalmarkt. Das Bankhaus senkte das Kursziel für die Aktie von 25 auf 23 Euro, behielt jedoch die Einstufung „Sector Perform“ bei. Damit reagierten die Experten auf das zunehmend herausfordernde Umfeld in der gesamten Sportartikelbranche.

Bereits Anfang September hatten schwache Geschäftszahlen und eine gesenkte Prognose des US-Unternehmens Lululemon den Sektor belastet. Die Gewinnwarnung des Konkurrenten sorgte auch bei den Anlegern von Puma für Verunsicherung.

Operative Bilanz und Ausblick auf das dritte Quartal

Hintergrund der verhaltenen Stimmung sind auch die Zahlen aus dem zweiten Quartal 2026. In diesem Zeitraum verzeichnete Puma einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 9,4 Prozent auf 1.690,6 Millionen Euro. Dieser Rückgang war maßgeblich durch eine schwächere Nachfrage in den Regionen EMEA (Europa, Nahost, Afrika) sowie Americas und gezielte Reset-Maßnahmen im Vertrieb geprägt.

Positiv hervorzuheben ist die Verbesserung der Bruttomarge, die um 180 Basispunkte auf 48,0 Prozent zulegte. Auch der operative Verlust (EBIT) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von minus 109,1 Millionen Euro auf minus 53,1 Millionen Euro.

Anleger richten ihren Fokus nun auf den 29. Oktober. An diesem Tag dürften die Ergebnisse des dritten Quartals 2026 weiteren Aufschluss über den Erfolg der laufenden Restrukturierung geben.

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