Puma Aktie: China-Offensive läuft
Der Sportartikelhersteller Anta Sports übernimmt knapp 30 Prozent der Puma-Anteile. Die strategische Partnerschaft soll den Marktzugang in China stärken und die globale Positionierung verbessern.

- Anta Sports investiert rund 1,5 Milliarden Euro
- Strategische Allianz für den chinesischen Markt
- Umfassende Restrukturierung mit Stellenabbau
- Bilanzpressekonferenz Ende Februar 2026
Puma erhält einen neuen Großaktionär aus Fernost – und der bringt mehr als nur Kapital mit. Der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports steigt mit knapp 30 Prozent bei dem Herzogenauracher Konzern ein. Die Transaktion markiert einen strategischen Wendepunkt: Puma will mit der Unterstützung des asiatischen Partners die Markenstärke in China ausbauen und sich unter den Top-3-Sportmarken weltweit etablieren.
Die wichtigsten Fakten:
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- Anta Sports übernimmt 29,06 % der Anteile für rund 1,5 Milliarden Euro
- Verkäufer ist Artémis, die Investmentgesellschaft der Familie Pinault
- Keine vollständige Übernahme geplant, aber Aufsichtsratsmandat angestrebt
- Geschäftszahlen 2025 werden am 26. Februar veröffentlicht
Strategischer Schachzug mit klarem Ziel
Ende Januar wurde die Übernahme offiziell. Anta Sports sichert sich damit die Position als größter Einzelaktionär, ohne jedoch eine Komplettübernahme anzustreben. Der chinesische Konzern, der bereits Marken wie Fila und Arc’teryx im Portfolio hält, verschafft sich Zugang zu einer etablierten europäischen Sportmarke. Für Puma bedeutet der Deal vor allem eines: direkten Zugriff auf Know-how und Vertriebskanäle im wichtigen chinesischen Markt.
CEO Arthur Hoeld, der erst seit Juli 2025 an der Spitze steht, wertet den Einstieg als Rückenwind für die laufende Neuausrichtung. Die Führungsebene wurde in den vergangenen Monaten umfassend neu besetzt. Mit Andreas Hubert als Chief Operating Officer und Nadia Kokni im globalen Marketing sind zentrale Positionen mittlerweile neu besetzt.
Finanzielle Weichenstellung abgeschlossen
Bereits im Dezember 2025 hatte sich Puma über 600 Millionen Euro an frischen Mitteln gesichert – einen Überbrückungskredit von 500 Millionen Euro plus zusätzliche Kreditlinien. Die Finanzspritze verschafft dem Konzern Spielraum in der laufenden Umbauphase. Teil der Restrukturierung: Bis Ende 2026 sollen bis zu 900 Stellen wegfallen.
Das Management spricht intern von einem „Reset-Jahr“. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Markenbegehrlichkeit zu steigern und Ressourcen zu bündeln. Die Aktie notiert aktuell bei 23,38 Euro und liegt damit deutlich unter dem Jahreshoch von gut 30 Euro.
Zahlen im Fokus
Am 26. Februar stehen die Geschäftsergebnisse für 2025 an. Investoren dürften gespannt auf erste Signale schauen, ob die strategische Neuaufstellung greift. Die Q1-Zahlen folgen am 30. April, die Hauptversammlung ist für den 19. Mai terminiert.
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