Puma Aktie: Erholung mit Rissen
Pumas Aktie notiert nahe Jahreshoch, doch der Quartalsbericht wird voraussichtlich Umsatz- und Gewinneinbrüche zeigen. Das Jahr 2026 gilt als Übergangsphase mit Fokus auf die Strategie ab 2027.

- Erwarteter Umsatz- und EBIT-Rückgang im ersten Quartal
- Belastung durch US-Zölle und Klage dagegen
- Hohe Short-Quote birgt Potenzial für Short-Squeeze
- Nachhaltige Gewinnzone erst ab 2027 geplant
Die Puma-Aktie hat in der vergangenen Woche rund zwölf Prozent zugelegt und notiert nahe ihres 52-Wochen-Hochs von 24,77 Euro. Das klingt nach Aufbruch — operativ aber bleibt der Konzern tief im Umbau. Und die anstehenden Quartalszahlen werden das unterstreichen.
Was der Q1-Bericht zeigen wird
mwb research erwartet für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 1,83 Milliarden Euro — nach 2,07 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBIT soll auf 20 bis 35 Millionen Euro einbrechen, verglichen mit 70 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Die Bruttomarge dürfte leicht auf 46,5 Prozent sinken.
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Als Haupttreiber dieser Schwäche nennen die Analysten die laufende Bereinigung im Wholesale-Kanal in Nordamerika sowie anhaltende Unsicherheiten im China-Geschäft. Das Researchhaus behält die Einstufung „Halten“ mit einem Kursziel von 23,00 Euro — also unterhalb des aktuellen Kursniveaus.
2026 gilt bei Puma als Übergangsjahr. Entsprechend dürften Investoren am 30. April weniger auf die reinen Quartalszahlen schauen als auf strategische Signale zur Entwicklung ab 2027.
Zölle, Lager und Pokémon
Zusätzlich zur operativen Schwäche belastet die US-Handelspolitik. Puma rechnet mit rund 80 Millionen Euro negativem Effekt durch Trump-Zölle auf den Vorsteuergewinn. Ein US-Tochterunternehmen hat deshalb Klage vor dem amerikanischen Bundesgericht für internationalen Handel in New York eingereicht, um die Abgaben als rechtswidrig einzustufen und bereits gezahlte Beträge zurückzufordern. Ein geplantes Erstattungssystem der US-Zollbehörden soll bis Ende April starten — Marktbeobachter raten jedoch davon ab, mögliche Rückzahlungen bereits in Finanzmodelle einzurechnen.
Beim Lagerabbau vermeldet Puma hingegen Fortschritte: Das Tempo liegt über den Erwartungen, bis Jahresende soll ein normalisiertes Bestandsniveau erreicht sein. Auf der Markenseite sorgte Anfang April eine Pokémon-Kollektion zum 30-jährigen Franchise-Jubiläum für Aufmerksamkeit — die Schuhe waren beim Launch schnell vergriffen. Zudem wurde Puma als offizieller Ausrüster für elf Nationalmannschaften bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 bestätigt.
Short-Squeeze als Zünder?
Eine ungewöhnlich hohe Short-Quote von 8,08 Prozent — mehr als doppelt so hoch wie der Zwölfmonatsdurchschnitt von 3,41 Prozent — zeigt, wie skeptisch viele Marktteilnehmer den Turnaround einschätzen. Genau darin liegt aber auch ein Kurspotenzial: Sollte Puma am 30. April positiv überraschen, könnten Eindeckungskäufe der Leerverkäufer den Kursanstieg deutlich verstärken.
CEO Arthur Hoeld stellt für das laufende Jahr einen operativen Fehlbetrag zwischen 50 und 150 Millionen Euro in Aussicht. Die nachhaltige Rückkehr in die Gewinnzone ist erst ab 2027 geplant. Auf der Hauptversammlung am 19. Mai stimmen Aktionäre über den Dividendenverzicht für das verlustreiche Geschäftsjahr 2025 ab — ein weiterer Einschnitt, der die Lage symbolisch auf den Punkt bringt.
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