Puma Aktie: Milliarden-Deal nach Verlustjahr

Nach einem Nettoverlust von 645 Millionen Euro wird Anta Sports größter Einzelaktionär bei Puma. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein weiteres Verlustjahr.

Die Kernpunkte:
  • Nettoverlust von 645,5 Millionen Euro im Jahr 2025
  • Anta Sports übernimmt 29 Prozent für 1,5 Milliarden Euro
  • Weiterer Umsatz- und EBIT-Rückgang für 2026 prognostiziert
  • Rückkehr zur Profitabilität erst für 2027 angepeilt

Der Sportartikelhersteller Puma verzeichnet nach einem katastrophalen Geschäftsjahr 2025 einen massiven Umbruch in der Aktionärsstruktur. Während ein drastischer Nettoverlust von über 600 Millionen Euro die Streichung der Dividende erzwingt, nutzt ein chinesischer Konkurrent die Schwächephase für einen strategischen Großeinkauf.

Die Bilanz für das abgelaufene „Reset-Jahr“ fällt ernüchternd aus. Der währungsbereinigte Umsatz sank um 8,1 Prozent auf rund 7,3 Milliarden Euro. Besonders schmerzhaft für Anleger ist der Nettoverlust von 645,5 Millionen Euro, der in scharfem Kontrast zum Vorjahresgewinn von 281,6 Millionen Euro steht und den vollständigen Ausfall der Gewinnausschüttung zur Folge hat. Entsprechend reagierte der Markt: Die Papiere schlossen am Freitag mit einem Minus von 4,79 Prozent bei 19,80 Euro und rutschten damit deutlich unter die wichtige 200-Tage-Linie von 20,90 Euro.

Chinesischer Konkurrent steigt ein

Mitten in dieser fundamentalen Krise ordnet sich die Eigentümerstruktur neu. Die chinesische Anta Sports übernimmt für 1,5 Milliarden Euro einen Anteil von 29 Prozent von der französischen Pinault-Familie. Damit avanciert das asiatische Unternehmen zum größten Einzelaktionär bei Puma. Eine Komplettübernahme ist laut Anta nicht geplant. Vielmehr soll die bis Ende 2026 abzuschließende Transaktion aus internen Barmitteln finanziert werden und Pumas Marktposition im strategisch wichtigen chinesischen Raum stärken.

Weiteres Verlustjahr einkalkuliert

Das Management dämpft gleichzeitig die Erwartungen für die nahe Zukunft. Für das als „Übergangsjahr“ deklarierte 2026 rechnet der Konzern mit einem weiteren währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Auch beim operativen Ergebnis (EBIT) wird ein erneuter Verlust zwischen 50 und 150 Millionen Euro prognostiziert. Die strategische Neuausrichtung sieht vor, die Marke durch weniger kommerzielle, dafür attraktivere Produkte neu zu positionieren, um mittelfristig wieder über dem Branchendurchschnitt zu wachsen.

Ein erster Schritt dieser Produktoffensive erfolgt bereits am 24. März mit der weltweiten Einführung einer neuen Nationaltrikot-Kollektion für elf Länder. Die Rückkehr in die Profitabilität peilt der Vorstand nach Abschluss der laufenden Sanierungsmaßnahmen verbindlich für das Jahr 2027 an.

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