Puma Aktie: Radikaler Kahlschlag!

Puma verzeichnet über 60 Millionen Euro Verlust und zieht sich aus dem Nordamerika-Geschäft zurück. Die Aktie notiert nahe ihrem 10-Jahres-Tief mit massiven Jahresverlusten.

Die Kernpunkte:
  • Über 60 Millionen Euro Quartalsverlust
  • Rückzug aus Nordamerika-Geschäft
  • Aktie bei 63 Prozent Jahresminus
  • Operatives Ergebnis bricht um 83 Prozent ein

Der Sportartikelhersteller Puma zieht in seiner schwersten Krise seit einem Jahrzehnt die Notbremse. Nach einem verheerenden Quartalsergebnis mit über 60 Millionen Euro Nettoverlust vollzieht CEO Arthur Hoeld einen radikalen Strategieschwenk: Das Nordamerika-Geschäft wird zerschlagen, das Joint Venture “Puma United” liquidiert. Die Diagnose des Managements klingt nach Kapitulation: Man sei “zu kommerziell” geworden. Kann dieser Befreiungsschlag den freien Fall der Aktie stoppen – oder ist es bereits zu spät?

Das Quartals-Desaster: Kollaps auf ganzer Linie

Die Zahlen für das dritte Quartal offenbaren das ganze Ausmaß der Katastrophe. Der Umsatz sackte auf nur noch 1,96 Milliarden Euro ab. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Das operative Ergebnis brach von 237 Millionen Euro auf mickrige 39,5 Millionen Euro ein – ein Minus von über 83 Prozent.

Die Kennzahlen der Krise:
* EBIT-Kollaps: Von 237 Mio. Euro auf 39,5 Mio. Euro
* Nettoverlust: Über 60 Millionen Euro
* Ursache: Aggressive Rabattschlachten und schwindende Markenbegehrlichkeit
* Konsequenz: “Strategischer Reset” unter Führung von Arthur Hoeld

Die Rabattschlachten im hart umkämpften Sportartikelmarkt haben Puma zermürbt. Wo einst Begehrlichkeit war, herrscht nun Ausverkaufsmentalität.

Nordamerika-Rückzug: Das Ende von Puma United

Als direkte Antwort auf das Desaster vollzieht Puma einen harten Schnitt. Das verlustreiche US-Geschäft mit Socken, Unterwäsche, Kindertextilien und Accessoires wird nicht länger selbst betrieben. Die bisherige Partnerschaft mit United Legwear Company (ULAC) wandelt sich in ein reines Lizenzmodell – effektiv eine Kapitulation vor dem nordamerikanischen Markt.

Seit dem 1. November 2025 ist das Joint Venture Geschichte. Der betroffene Geschäftsbereich mit einem Jahresumsatz von rund 428 Millionen Euro verschwindet aus der Konzernbilanz und wird als “aufgegebener Geschäftsbereich” geführt. Was wie eine strategische Straffung klingt, ist faktisch ein Rückzug aus einem Kernmarkt.

Börse: Kurze Erleichterung im Absturz

Die Ankündigung des radikalen Kahlschlags löste an der Börse einen kurzfristigen Hoffnungsschimmer aus. Die Aktie sprang zunächst über sechs Prozent nach oben – Erleichterung darüber, dass das Management überhaupt handelt.

Doch diese Reaktion kann nicht über die dramatische Gesamtsituation hinwegtäuschen. Mit einem Schlusskurs von 16,30 Euro notiert das Papier nahe seinem 10-Jahres-Tief. Die Performance ist verheerend:

  • Jahresverlust: -63,01 Prozent
  • 12-Monats-Performance: -64,70 Prozent
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -65,29 Prozent
  • Volatilität: Extreme 44,92 Prozent (annualisiert)

Der klare Abwärtstrend bleibt intakt. Während technische Indikatoren wie ein RSI von 73,2 auf eine kurzfristige Überkauftheit hindeuten, fehlt fundamental jede Basis für eine nachhaltige Trendwende. Die entscheidende Frage bleibt: Reicht der eingeleitete Reset, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen – oder ist Puma bereits zu tief in die Krise gerutscht?

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