Puma Aktie: RBC schraubt das Kursziel auf 28 Euro

RBC würdigt Pumas höhere Marge, bleibt wegen sinkender Erlöse und ambitionierter Wachstumserwartungen jedoch bei der neutralen Einstufung.

Die Kernpunkte:
  • RBC-Kursziel steigt von 23 auf 28 Euro
  • Einstufung „Sector Perform“ bleibt bestehen
  • Rohertragsmarge im dritten Quartal verbessert
  • Quartalsumsatz sinkt gegenüber dem Vorjahr

RBC traut Puma nach den jüngsten Quartalszahlen mehr zu, bleibt bei der Aktie aber neutral. Das Analysehaus hob gestern sein Kursziel an und würdigte Fortschritte bei der Neuausrichtung. Für eine zuversichtlichere Einschätzung müssten allerdings die Wachstumsaussichten überzeugen: Die Erwartungen des Marktes hält RBC für zu hoch.

Höheres Kursziel, unveränderte Zurückhaltung

Analyst Piral Dadhania erhöhte das Kursziel von 23 auf 28 Euro. Die Einstufung bleibt bei „Sector Perform“. Er bezeichnet die kleinen Fortschritte bei Pumas Neuausrichtung als ermutigend. Damit verbessert sich aus seiner Sicht die Bewertungsperspektive, während die operative Erholung weiterhin einer genaueren Prüfung bedarf.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie schnell Puma wieder wachsen kann. Die höheren Erwartungen an das Geschäft bilden den wesentlichen Vorbehalt der Analysten gegenüber einer optimistischeren Einstufung.

Der Markt erwartet für das kommende Jahr ein organisches Wachstum von 5 % und für das darauffolgende Jahr 7 %. RBC hält beide Annahmen für zu optimistisch. Puma will die Marke bis 2027 zurück auf Wachstumskurs bringen.

Großaktionär Anta gibt der Aktie nach Einschätzung von Dadhania Rückendeckung. Für die Beurteilung der weiteren Neuausrichtung wartet der Markt jedoch auf ein detaillierteres Strategie-Update. Anleger brauchen damit vor allem eine belastbare Erklärung, wie Puma die geplante Rückkehr zum Wachstum erreichen will.

Margenfortschritt trifft auf sinkende Umsätze

Die jüngsten Geschäftszahlen liefern Argumente für die vorsichtig konstruktive Haltung. Im dritten Quartal 2026 stieg die Rohertragsmarge auf 49,5 %, nachdem sie im Vorjahresquartal bei 45,4 % gelegen hatte.

Die verbesserte Marge stützt RBCs Hinweis auf Fortschritte bei der Neuausrichtung. Die Umsatzentwicklung bleibt zugleich der zentrale Prüfstein für die angestrebte Erholung.

Der Quartalsumsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 5 %. Der Nettoverlust verringerte sich auf 54,9 Millionen Euro nach einem Verlust von 62,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Damit stehen einer besseren Ertragsentwicklung weiterhin rückläufige Erlöse gegenüber. Für Anleger wird entscheidend, ob Puma die Margenfortschritte mit einer Rückkehr zu steigenden Umsätzen verbinden kann.

Für 2026 erwartet Puma weiterhin einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Beim EBIT rechnet das Unternehmen mit einem Verlust von 80 bis 130 Millionen Euro.

RBCs höheres Kursziel honoriert die bisherigen Fortschritte. Eine stärkere Zuversicht hängt aus Sicht des Hauses aber daran, dass die Strategie das erwartete Wachstum plausibel macht. Genau daran wird sich die nächste Phase der Neuausrichtung messen lassen.

Anzeige

Stand heute, 7. November: Puma – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Puma investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 7. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Puma: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Puma