Puma Aktie: Übernahme-Traum geplatzt

Die geplante Übernahme durch Anta Sports ist an zu hohen Preisvorstellungen des Großaktionärs Artémis gescheitert. Die Aktie verliert die Übernahmeprämie, während Analysten die Bewertung kontrovers diskutieren.

Die Kernpunkte:
  • Übernahmeverhandlungen mit Anta Sports gescheitert
  • Artémis forderte rund 40 Euro je Aktie
  • Aktueller Kurs liegt bei etwa 21,50 Euro
  • Analysten bewerten Puma-Aktie sehr unterschiedlich

Die Puma-Aktie gibt am Dienstag deutlich nach. Was Anfang Januar noch wie eine spektakuläre Übernahmestory aussah, erweist sich nun als Luftnummer. Insider berichten von unüberbrückbaren Differenzen zwischen dem Großaktionär Artémis und dem chinesischen Interessenten Anta Sports – die Preisvorstellungen liegen Welten auseinander.

Die Fakten auf einen Blick:

  • Artémis fordert rund 40 Euro je Aktie für das 29-Prozent-Paket
  • Aktueller Kurs: 21,49 Euro – ein Aufschlag von fast 90 % wäre nötig
  • Anta Sports stuft die Bewertung als nicht darstellbar ein
  • Analysten gespalten: UBS sieht nur 19,60 Euro, Berenberg hält an 40 Euro fest

Die Bewertungslücke als Dealbreaker

Die Familie Pinault, die über ihre Holding Artémis knapp 30 Prozent an Puma hält, zeigt sich unnachgiebig. Rund 40 Euro pro Aktie soll der strategische Anteil kosten – eine Forderung, die Anta Sports trotz gesicherter Finanzierung nicht akzeptieren will. Der Markt preist die Übernahmeprämie konsequent aus, die Aktie pendelt sich wieder im Bereich von 21,50 Euro ein.

Ohne den Katalysator eines schnellen Deals rücken die operativen Herausforderungen wieder in den Fokus. Und hier zeigt sich ein gespaltenes Bild: UBS warnt in ihrer neutralen Einschätzung vor anhaltenden Umsatzrisiken in den Schlüsselmärkten China und USA. Berenberg dagegen sieht im aktuellen Kursniveau eine massive Unterbewertung des Markenpotenzials.

CEO Hoeld unter Beweis-Druck

Der neue Vorstandschef Arthur Hoeld, der am 1. Juli 2025 von Arne Freundt übernahm, hat 2026 als “Übergangsjahr” definiert. Der ehemalige Adidas-Vertriebsvorstand muss die “Brand Heat” wieder entfachen und die Margen stabilisieren. Kürzlich verstärkte er das Team mit Anne Putz als Senior Director Corporate Communications und Nadia Kokni als Vice President Global Brand Marketing.

Die Personalentscheidungen zeigen: Hoeld dreht an den richtigen Stellschrauben. Der Markt jedoch will erst Beweise sehen, dass der “Reset”-Kurs greift.

Quartalszahlen müssen liefern

Am 26. Februar 2026 legt Puma die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vor. Investoren werden genau prüfen, ob Hoeld erste Erfolge beim Lagerabbau und der Effizienzsteigerung vorweisen kann. Technisch ist die Verteidigung der Unterstützung bei 20 Euro entscheidend, um ein Abrutschen in Richtung der November-Tiefs zu verhindern.

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