Puma Aktie: Übernahmegespräche gescheitert
Die Verhandlungen über den Verkauf des Puma-Anteils von Artémis an Anta Sports sind an einer großen Bewertungslücke gescheitert. Analysten sehen die Aktie überbewertet und erwarten operative Verluste.

- Übernahmeverhandlungen an Bewertungsdifferenz gescheitert
- UBS senkt Kursziel und erwartet operative Verluste
- Aktie verliert 46 Prozent im Jahresvergleich
- Nächster wichtiger Termin sind die Geschäftszahlen Ende Februar
Die erhoffte Milliarden-Übernahme durch den chinesischen Sportartikelkonzern Anta Sports ist vorerst vom Tisch. Die Verhandlungen über den 29-Prozent-Anteil der französischen Familienholding Artémis sind festgefahren – und das zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für Puma.
Die Fakten im Überblick:
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- Artémis fordert über 40 Euro je Aktie
- Aktueller Kurs liegt bei rund 22 Euro
- UBS senkt Kursziel auf 19,60 Euro
- Operative Verluste für 2026 erwartet
- Kursverlust von 46 Prozent in zwölf Monaten
Warum die Verhandlungen scheitern
Der Knackpunkt liegt in einer dramatischen Bewertungslücke. Während die Artémis-Holding für ihren Anteil mehr als 40 Euro je Aktie verlangt, notiert die Puma-Aktie aktuell bei knapp 22 Euro. Diese Differenz von fast 50 Prozent macht eine Einigung nahezu unmöglich. Anta Sports zeigt sich nicht bereit, den geforderten Aufschlag zu zahlen – zumal die operative Entwicklung des deutschen Sportartikelherstellers zunehmend Sorgen bereitet.
Analysten warnen vor operativen Problemen
Die Schweizer Großbank UBS verschärft den Druck auf die Aktie. Mit einem Kursziel von nur 19,60 Euro sehen die Analysten den aktuellen Kurs als überbewertet an. Ihr “Neutral”-Rating untermauern sie mit handfesten Argumenten: Für das Geschäftsjahr 2026 erwarten sie Umsatzrückgänge und möglicherweise sogar operative Verluste. Besonders problematisch sind die hohen Lagerbestände bei gleichzeitig schwacher Nachfrage in den wichtigen Kernmärkten.
Diese fundamentalen Schwächen werfen die Frage auf, ob die gescheiterten Übernahmegespräche nicht auch eine Chance für Artémis gewesen wären, zu einem attraktiven Preis auszusteigen.
Charttechnik bestätigt Abwärtstrend
Nach einem kurzen Aufschwung zu Jahresbeginn, getrieben durch Übernahmespekulationen, brach der Kurs um über zehn Prozent ein. Mit einem Minus von 46 Prozent auf Jahressicht gehört Puma zu den schwächsten Werten im deutschen Aktienmarkt. Die Aktie notiert zwar noch über ihrem 52-Wochen-Tief bei 15,48 Euro, aber deutlich unter allen relevanten gleitenden Durchschnitten.
Der nächste entscheidende Termin für Anleger sind die Geschäftszahlen am 26. Februar 2026. Sollten diese die Befürchtungen der UBS-Analysten bestätigen, dürfte der Kurs weiteren Druck erhalten – zumal die Übernahmefantasie nun wegfällt.
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