PUMA Aktie: Verkaufsgerücht und Kehrtwende!

Die Pinault-Familie erwägt den Verkauf ihrer 29% PUMA-Anteile, während das Unternehmen mit operativen Verlusten und einer EBIT-Marge von nur 0,6% kämpft. UBS passt Rating trotz schwacher Daten an.

Die Kernpunkte:
  • Pinault-Familie prüft Verkauf von 29% Anteilspaket
  • UBS hebt Rating von Verkaufen auf Neutral an
  • EBIT-Marge von nur 0,6% für 2025 erwartet
  • 230 Millionen Euro Verlust prognostiziert

Ein Verkaufsgerücht ließ die schwer angeschlagene PUMA-Aktie um bis zu 18% explodieren – und das ausgerechnet in einer Phase, in der das Unternehmen fundamentale Probleme plagen. Die Pinault-Familie, über ihre Holding Artemis größter Aktionär mit 29% der Anteile, erwägt einen kompletten Ausstieg. Während chinesische Konzerne und nahöstliche Staatsfonds als Käufer im Gespräch sind, kämpft der neue CEO Arthur Hoeld gleichzeitig mit einer operativen Krise. Kann Übernahmefantasie retten, was fundamental kaputt ist?

Artemis unter Druck: 800-Millionen-Paket steht zum Verkauf

Die französische Pinault-Familie hat nach Bloomberg-Informationen bereits Berater mandatiert und potenzielle Käufer für ihr PUMA-Paket kontaktiert. Der Anteil ist rund 800 Millionen Euro wert – ein verlockendes Ziel für chinesische Sportriesen wie Anta Sports und Li Ning, aber auch US-Konkurrenten und Staatsfonds aus dem Nahen Osten.

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Der Verkaufsdruck ist real: Bereits im Februar musste Artemis eine Wandelanleihe über 500 Millionen Euro bar zurückzahlen, nachdem die schwache Kursentwicklung eine Umwandlung unmöglich machte. Die PUMA-Aktie hatte in den vergangenen zwei Jahren über 60% ihres Wertes verloren.

UBS dreht bei: Von „Verkaufen“ zu „Neutral“

Bemerkenswert ist die Reaktion der Analysten. Die UBS hob nur vier Tage nach den Verkaufsspekulationen ihr Rating von „Verkaufen“ auf „Neutral“ an – trotz schwacher Fundamentaldaten. Das Kursziel stieg von 16,30 auf 20,90 Euro.

Die Begründung ist entlarvend: „Während Pumas Fundamentaldaten schwach bleiben, hat sich die Stimmung aufgrund der Spekulationen verschoben“, erklären die UBS-Analysten. Der Markt konzentriere sich weniger auf operative Probleme und mehr auf mögliche Eigentümerwechsel.

Das operative Desaster: Reset-Jahr wird zum Albtraum

Doch die Realität ist ernüchternd. CEO Arthur Hoeld, erst seit Juli im Amt, bezeichnete 2025 als „Reset-Jahr“ – doch daraus wurde ein Albtraum:

  • EBIT-Marge 2025: nur 0,6% erwartet (UBS-Prognose)
  • Nettogewinn: 230 Millionen Euro Verlust prognostiziert
  • Umsatzprognose: drastisch von Wachstum auf zweistelligen Rückgang gesenkt

Die strukturellen Probleme sind massiv: Großhandelskanäle müssen bereinigt, die Produktpipeline neu ausgerichtet und höhere Investitionen getätigt werden. Eine Rückkehr zu mittleren einstelligen Margen wird erst für 2029 erwartet.

US-Zölle verschärfen die Krise

Zusätzlich belasten US-Zölle den Bruttogewinn 2025 um 80 Millionen Euro. PUMA produziert hauptsächlich in Vietnam, Kambodscha und Indonesien – eine gefährliche Abhängigkeit in Zeiten von Handelskriegen. Das Unternehmen hatte Lieferungen vorgezogen, was zu überhöhten Lagerbeständen und Preisdruck führte.

Die wichtigsten Belastungsfaktoren:
* Notwendige Bereinigung der Großhandelskanäle (mindestens ein Jahr)
* Neuausrichtung der gesamten Produktstrategie
* Höhere Marketing- und Entwicklungsinvestitionen erforderlich
* Keine Dividende bis mindestens 2026 erwartet

Strategieupdate als letzte Hoffnung?

Der Blick richtet sich nun auf das für Oktober angekündigte Strategieupdate. Hoeld muss beweisen, dass sein „Übergangsjahr“ 2026 tatsächlich die Wende bringt. UBS sieht in den niedrigen Erwartungen eine Chance – selbst bescheidene Fortschritte könnten positiv aufgenommen werden.

Mit einem RSI von 77,3 zeigt die Aktie kurzfristig überkaufte Signale, während der massive Jahresverlust von über 50% die Hoffnung auf eine Bodenbildung nährt. Die Frage bleibt: Reicht Übernahmefantasie aus, um die operative Schwäche zu übertünchen?

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