PUMA präsentiert Zahlen, Anleger reagieren erleichtert

Der Sportartikelhersteller PUMA präsentierte die Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Eines wird danach klar: Der Bereich Schuhe war das Zugpferd im Unternehmen und sorgte für Wachstum in allen Regionen.

 

© Ralf Roedel / Puma
© Ralf Roedel / Puma

Dieses ist auch nötig, wenn PUMA sein gestelltes Ziel, die schnellste Sportmarke der Welt zu werden, erreichen will. Denn die Konkurrenz in Form von Nike und Adidas schläft nicht.

 

Umsatz bei PUMA stieg in allen Regionen

Der konsolidierte Umsatz erhöhte sich währungsbereinigt um 7,6% und lag damit bei 772,7 Mio. Euro. Dabei wurde in der Region EMEA ein Umsatzanstieg von 3,9% erzielt. In der Region Amerika ging es währungsbereinigt um 11,6% aufwärts und die Region Asien/Pazifik verbuchte hier ein Plus von 6,2%.

Die Sparte Schuhe legte währungsbereinigt um 16,2% zu und war damit der größte Wachstumstreiber im Unternehmen. Die Sparte Textilien lag mit gut 263 Mio. Euro auf fast unverändertem Niveau und die Sparte Accessoires konnte einen Umsatzzuwachs von 3,6% verbuchen.

 

Operative Aufwendungen drücken das Ergebnis

Die Rohertragsmarge blieb mit 46,7% auf stabilem Niveau trotz starker negativer Währungskurseinflüsse. Um mehr als 20% stiegen die operativen Aufwendungen. Auch hier wirkten sich die Währungskurseffekte negativ aus.

Höhere Werbeausgaben und Partnerschaften mit Rihanna und Arsenal London drückten auf die Kosten neben Investitionen in die IT-Infrastruktur und der Eröffnung neuer Einzelhandelsgeschäfte. Durch diese hohen operativen Aufwendungen wurde das operative Ergebnis entsprechend belastet. Damit lag das EBIT mit 6,8 Mio. Euro unter dem des Vorjahresquartals mit 12,6 Mio. Euro.

Das Konzernergebnis im 2. Quartals lag bei einem Minus von 3,3 Mio. Euro. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,22 Euro.

 

Starker EBIT-Rückgang im 1. Halbjahr

Bezogen auf das 1. Halbjahr legte der konsolidierte Umsatz währungsbereinigt um 5,9% auf 1,59 Mrd. Euro zu und lag damit über den Erwartungen. Die Rohertragsmarge verringerte sich um 90 Basispunkte und lag bei 46,8%.

Die operativen Aufwendungen erhöhten sich aufgrund vorgenannter Faktoren im Vergleich zum Vorjahr um 19,1% auf 708,5 Mio. Euro. Das EBIT ging um 37,7% auf 44,3 Mio. Euro zurück. Insgesamt lag das Konzernergebnis bei 21,5 Mio. Euro, was einem Ergebnis je Aktie von 1,44 Euro entspricht. Noch im Vorjahr konnte Puma hier 2,66 Euro ausweisen.

 

Aktie auf leichtem Erholungskurs

Aufgrund des starken Dollar sah sich der Vorstand von Puma Anfang Mai gezwungen, eine Gewinnwarnung herauszugeben. Das brach der Aktie regelrecht das Genick, wie der Blick auf den Chart eindeutig zeigt.

Als Konsequenz stürzten die Papiere von 201,50 Euro bis Anfang Juni auf 141,00 Euro regelrecht ab. Zwar folgte in den letzten Wochen eine leichte Erholung, aber das alte Niveau ist immer noch Meilen entfernt.

150724 Puma

Die Zahlen brachten wieder etwas Hoffnung in den Markt, da der Gewinneinbruch wohl noch stärker befürchtet worden war. So legte die Aktie heute bereits um mehr als 2% zu und notiert aktuell bei 157,50 Euro. Grundlegend positiv wird PUMA auch von Seiten der Analysten nicht gesehen, hier laufen die Einschätzungen von Halten über Untergewichten.

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