QSC setzt vornehmlich auf die Cloud

Für den IT-Anbieter QSC gehörte das vergangene Geschäftsjahr nicht zu den erfolgreichsten. Das wird auch mit Blick auf den Aktienchart überaus deutlich. Nach dem Erreichen eines Jahreshochs im Mai nahm ein anhaltender Abwärtstrend seinen Lauf.

© QSC
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Das Unternehmen befindet sich weiterhin im Umbau. Man will zunehmend weg vom DSL-Netzbetrieb und setzt im Gegenzug auf den Ausbau des Dienstleistungsangebotes für den Mittelstand. Die Cloud soll es sozusagen richten und erste Erfolge kann QSC hier nach einigen Rückschlägen nun verzeichnen.

Dazu soll auf der einen Seite das Personal für diesen Bereich erhöht werden. Auf der anderen Seite wird plangemäß bis Ende dieses Jahres ein Stellenabbau von rund 350 Arbeitsplätzen erfolgen. Dies führt zu Kostenbelastungen, welche QSC im mittleren einstelligen Millionenbereich erwartet.

QSC präsentiert Umsatzrückgang

Im vergangenen Geschäftsjahr gelang es dem Unternehmen nach vorläufigen Zahlen, einen Umsatz von 402,4 Mio. Euro zu generieren. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 431,4 Mio. Euro. Zulegen konnten dabei die Bereiche Cloud und Consulting, während es im TK-Geschäft mit Wiederverkäufern erwartungsgemäß zu Einbußen kam. Auch der Bereich Outsourcing entwickelte sich rückläufig.

Trotz der niedrigeren Umsätze konnte QSC das EBITDA nach 35 Mio. Euro im Vorjahr auf 42,2 Mio. Euro steigern. Bereits eingeleitete Maßnahmen zur Kostenreduzierung führten hier zu Einsparungen von mehr als 10 Mio. Euro, die Hälfte davon aus dem Personalabbau. Dadurch gelang es, den Free Cashflow von -24,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 7,1 Mio. Euro zu erhöhen.

Fokus liegt auf der Cloud

Die Ziele für das laufende Jahr sind dabei fest verankert. QSC will das Geschäft mit der Cloud weiter ausbauen und auch im Bereich Consulting sollen die Umsätze weiter steigern. Für das TK-Geschäft mit Wiederverkäufern rechnet man allerdings mit einem weiteren Rückgang der Umsätze genau wie im Bereich Outsourcing.

Insgesamt will das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr Umsätze von 380 bis 390 Mio. Euro erzielen. Der Free Cashflow soll positiv ausfallen. Für das EBITDA wird mit einer Spanne von 34 bis 38 Mio. Euro gerechnet. Ab dem Jahr 2017 soll QSC laut Aussage des Vorstandsvorsitzenden Jürgen Hermann wieder auf Wachstumskurs sein.

Geringere Dividende geplant

Der Konzern plant die Ausschüttung einer Dividende von 0,03 Euro je Aktie, im Jahr zuvor wurde eine Dividende von 0,10 Euro je Aktie gezahlt. Unter Zugrundelegung des aktuellen Kurses entspricht dies einer Rendite von 2,12%.

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Die Aktie konnte vorbörslich heute leicht zulegen, allerdings erwarten wir hier keine nennenswerten Ausbrüche gen Norden. Die Zahlen lassen zwar einen leichten Hoffnungsschimmer aufkeimen, für einen nachhaltigen Aufwärtstrend dürfte das allerdings noch nicht reichen.

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