QSC stabilisiert Gewinnentwicklung – Kann Korrektur beendet werden?

Nachdem der Kölner Telekom-Anbieter QSC im zweiten Quartal bereits wieder operativ schwarze Zahlen schreiben konnte, setzt er die positive Gewinn-Entwicklung auch im dritten Quartal grundsätzlich weiter fort. Allerdings zeigen die neuesten Zahlen, dass sich das Geschäftsumfeld weiterhin sehr schwierig gestaltet.

© QSC AG
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So musste das Unternehmen erneut einen Umsatzrückgang hinnehmen. Insgesamt verringerte sich der Umsatz im Konzern um 4,1 % auf 95,9 Millionen €. Besonders schwach lief es in den beiden Geschäftsbereichen Outsourcing (-16,6 %) und dem konventionellen Telekom-Geschäft mit Wiederverkäufern (-10,3 %).

Dem gegenüber bestätigte das zurückliegende Quartal erneut die Geschäftsstrategie, dass sich QSC verstärkt als Cloud-Anbieter positionieren will. So konnte in diesem Segment der Umsatz gleich um 143 % erhöht werden. Allerdings macht dieses Geschäft mit einem Quartalsumsatz von 5,6 Millionen € am Ende im Gesamtkonzern noch zu wenig aus, um hier insgesamt eine positive Umsatzentwicklung anzustoßen.

QSC investiert weiter in die Cloud

Beim operativen Ertrag konnte QSC erneut in die Gewinnzone vorstoßen. Nach einem Verlust von 0,6 Millionen € im Vorjahreszeitraum wies das Unternehmen nun einen Gewinn von 1 Millionen € aus. Unter dem Strich wurde der Konzernverlust von zuvor 1,7 Millionen € auf nur noch 0,1 Million € verringert.

Wobei man hiermit einrechnen muss, dass das Unternehmen in den vergangenen Monaten erhebliche Summen (7,2 Millionen €) investiert hatte, um wie gesagt den Konzern zu einem Cloud-Anbieter umzubauen.

Prognosen bestätigt

Dass man hier auf ein entsprechendes Wachstumsmomentum setzt, spiegelt sich letztlich auch im Ausblick wieder. Ganz grundsätzlich dürften im Gesamtjahr sowohl Umsatz als auch operativer Gewinn gegenüber den Vorjahreswerten zurückgehen. Beim Umsatz rechnet QSC mit einer Spanne von 380-390 Millionen € (Vorjahr: 402,4 Millionen €). Das EBITDA soll zwischen 34-38 Millionen € liegen (Vorjahr: 42,2 Millionen €).

Die rückläufigen Zahlen werden damit erklärt, dass man nicht nur im vierten Quartal weiterhin in das Cloud-Geschäft investieren wird, sondern auch noch einmal einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem nun abzuschließenden Sparprogramm schultern muss.

Allerdings erhöht man in gewisser Weise den Ausblick, denn man rechnet nun im Gesamtjahr mit einem Free Cash Flow über dem Vorjahreswert von 7,1 Millionen €. Bislang war man davon ausgegangen, überhaupt einen positiven Cashflow zu erreichen.

Schafft die Aktie die Trendwende?

Die Anleger nehmen die Zahlen sehr gut auf. So kann die Aktie von QSC im vorbörslichen Handel bereits um über 4 % zulegen. Damit könnte QSC sogar den Grundstein legen, um aus der bisherigen Korrekturformation nach oben hin auszubrechen. Für eine Bestätigung dessen dürfte entscheidend sein, dass sich die Aktie letztlich auch wieder über ihre 50-Tage-Linie bei derzeit rund 1,94 € verbessern kann.

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