Qualcomm Aktie: 10 Prozent Minus in einer Woche
Qualcomm-Aktie verliert binnen Wochenfrist fast zehn Prozent. Analysten sehen Potenzial im KI-Geschäft, doch hohe Kosten belasten die Margen.

- Aktie verliert fast zehn Prozent
- KI-Rechenzentren als Wachstumstreiber
- Hohe Speicherpreise drücken Margen
- Quartalsdividende von 0,92 Dollar
Qualcomm steckt in der Klemme. Eigentlich sollte die KI-Fantasie den Kurs treiben, doch stattdessen verlor die Aktie innerhalb einer Woche fast zehn Prozent an Wert. Investoren zweifeln an der Profitabilität des neuen Kurses.
GF Securities bewertet das Papier mit „Halten“ bei einem Kursziel von 203 US-Dollar. Zwar verspricht das Geschäft mit KI-Rechenzentren hohes Potenzial. Bis zum Geschäftsjahr 2029 könnte dieser Bereich jährlich 15 Milliarden Dollar einbringen.
Der Weg dorthin bleibt jedoch steinig. Aktuell drücken hohe Speicherpreise für Mobilgeräte und teure Plattformkosten die Margen des Chipherstellers.
Gegenwind für die Chipbranche
Der gesamte Sektor spürt den Druck. Branchenriesen wie TSMC warnen vor explodierenden Kosten beim Ausbau der KI-Kapazitäten. Diese Entwicklung verunsichert den Markt spürbar.
Parallel dazu entwickeln immer mehr Smartphone-Hersteller eigene Prozessoren. Qualcomm droht dadurch langfristig der Verlust von Marktanteilen in seinem wichtigsten Segment.
Dividende als Stabilitätsanker
Trotz der Kursverluste bleibt Qualcomm bei seiner stabilen Ausschüttungspolitik. Der Konzern zahlt im September eine Quartalsdividende von 0,92 Dollar je Aktie. Seit über zwei Jahrzehnten steigert das Unternehmen diese Zahlungen jährlich. Die nächste Ausschüttung erfolgt am 24. September 2026.
Technisch gesehen nähert sich die Aktie einer Grenze. Der Relative-Strength-Index (RSI) deutet mit einem Wert von 36,6 auf eine überverkaufte Lage hin. Ende Juli veröffentlicht Qualcomm die Ergebnisse für das dritte Quartal. Anleger erhalten dann tiefere Einblicke in die Strategie für die Bereiche Automotive und Internet der Dinge.
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