Qualcomm Aktie: Chipwerte in Seoul und Tokio rutschen mit
Schwache Smartphone-Chipumsätze bei Qualcomm und enttäuschende Arm-Lizenzerlöse belasten asiatische Halbleiterwerte, während chinesische Titel zulegen.

- Qualcomm bleibt bei Handy-Chips hinter Prognosen
- Arm-Lizenzerlöse steigen um acht Prozent
- Samsung und SK Hynix verlieren deutlich
- Chinesische Chipwerte legen überwiegend zu
Schwache Smartphone-Chips bei Qualcomm belasten die Halbleiterbranche in Asien. Der US-Konzern verfehlte im vierten Quartal die Erwartungen im Handset-Geschäft, nachbörslich gab die Aktie um mehr als neun Prozent nach. Am Donnerstag zogen viele asiatische Chipwerte nach unten.
Kernsparte unter Druck
Der Umsatz mit Chips für Mobiltelefone, die wichtigste Einnahmequelle von Qualcomm, blieb hinter den Prognosen zurück. Das rückt die Abhängigkeit vom Smartphone-Markt erneut in den Vordergrund.
Arm lieferte ein gemischtes Bild. Umsatz und Gewinn lagen über den Schätzungen, die Lizenzerlöse stiegen jedoch nur um acht Prozent auf 670 Millionen Dollar und verfehlten die Erwartungen. Die Arm-Aktie gab nachbörslich rund drei Prozent ab.
Verkaufswelle in Seoul und Tokio
Beide Berichte nährten Zweifel, ob sich die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur auszahlen. Hinzu kommen politische Sorgen: Die Demokraten gewannen bei den US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern. Marktteilnehmer fürchten strengere Auflagen und Genehmigungshürden für neue Rechenzentren, was die Nachfrage nach Speicher- und Serverchips dämpfen könnte.
In Südkorea fiel Samsung Electronics um knapp sechs Prozent, SK Hynix verlor 7,4 Prozent. Der Leitindex Kospi rutschte zeitweise um fünf Prozent, der Handel wurde unterbrochen. In Japan büßten der Testgerätehersteller Advantest über elf Prozent und Lasertec 12,5 Prozent ein. Kioxia verlor 9,2 Prozent.
Chinesische Halbleiterwerte entzogen sich dem Trend. Sie legten überwiegend zu, gestützt von neuen Stützungsmaßnahmen der Regierung in Peking.
Was jetzt zählt
Für Qualcomm steht der Handelsstart in den USA im Fokus. Dort zeigt sich, ob die nachbörslichen Abschläge von mehr als neun Prozent Bestand haben oder ob der Markt die Schwäche im Smartphone-Geschäft milder bewertet. Die Lizenzerlöse von Arm gelten dabei als Vergleichsmaßstab für die Stimmung im gesamten Sektor.
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