Qualcomm gewinnt Gerichtsverfahren gegen Apple

Es wird zwar nur als Etappensieg beschrieben, aber für Qualcomm ist dieser erst einmal wegweisend.

Weltweit klagte der Chipkonzern gegen Apple wegen der Verletzung diverser Patente. In Kalifornien kamen die Geschworenen bei Gericht gestern zu dem Urteil, dass Apple 3 Patente gegen Qualcomm verletzt hat und sprachen dem Konzern rund 31,6 Millionen Dollar zu. Aber für beide Unternehmen ist der Betrag eher unrelevant, vielmehr geht es um die grundsätzliche Tatsache der Patentverletzung. Bei den 3 Patenten ging es z. B. um Technologien zur schnellen Verbindung zwischen Mobiltelefon und Internet, Grafik-Verarbeitung und um das Zusammenspiel von Hauptprozessor und Funkchip.

Im April startet Klage gegen Qualcomm

Mitte April beginnt im gleichen Bundesstaat nun eine Klage von Apple gegen Qualcomm, an das sich ebenfalls Apples Auftragsfertiger anschlossen. Hier geht es um den Vorwurf, dass Qualcomm zu hohe Gebühren für die Nutzung seiner Patente verlangt. Denn der Konzern will keinen Festpreis für seine Entwicklungen, sondern einen Anteil vom Verkaufspreis der Geräte. Hier wirft Apple dem Halbleiterhersteller vor, dass er versuche, auf ungerechtfertigte Weise von Apples eigenen Innovationen zu profitieren.

Der Streit geht also bald in die nächste Runde und es ist kein Ende in Sicht, denn auch die US-Wettbewerbsaufsicht FTC wirft dem Unternehmen aus San Diego unfairen Wettbewerb vor, weil es seine Chipdeals an grundsätzliche Lizenzvereinbarungen für seine Patente knüpft.

%d Bloggern gefällt das: