Qualcomm: Guidance fällt auf 9,2–10,0 Milliarden
Qualcomm übertrifft Gewinnerwartungen, gibt aber vorsichtigen Ausblick. Der Fokus liegt auf KI-Smartphones und Rechenzentren.

- Quartalszahlen übertreffen Analystenprognosen
- Umsatzprognose für Q3 enttäuscht Erwartungen
- Fokus auf KI-Chips für Smartphones
- Expansion in den Rechenzentrumsmarkt
Starke Quartalszahlen treffen auf einen gedämpften Ausblick. Qualcomm übertraf im zweiten Geschäftsquartal 2026 die Erwartungen der Analysten. Die Prognose für das laufende Quartal sorgt jedoch für Unsicherheit.
Schwäche im Kerngeschäft belastet
Der Umsatz stieg auf 10,60 Milliarden US-Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie meldete der Konzern 2,65 US-Dollar. Das Ergebnis lag damit rund 3,6 Prozent über dem Marktkonsens.
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Für das dritte Quartal rechnet das Management mit einem Umsatz zwischen 9,2 und 10,0 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten zuvor mit 10,2 Milliarden US-Dollar kalkuliert. Grund dafür ist die anhaltende Flaute auf dem chinesischen Smartphone-Markt. Parallel dazu bremsen Engpässe bei Speicherchips die Produktion einiger Hersteller aus.
Wandel zur KI-Plattform
Der Halbleiter-Spezialist forciert den Umbau des Geschäftsmodells. Der Konzern setzt auf sogenannte „Agentic Smartphones“. Diese Geräte führen komplexe KI-Anwendungen direkt auf dem Chip aus. Eine Cloud-Anbindung ist dafür nicht mehr zwingend nötig. Die hauseigene Oryon-Architektur soll hierbei ihre Stärken ausspielen.
Zusätzlich drängt das Unternehmen in den Markt für Rechenzentren. Erste Auslieferungen an einen großen Hyperscaler sind für Ende 2026 geplant.
Die Aktie notiert aktuell bei 155,84 Euro. Das entspricht einem Plus von rund acht Prozent am heutigen Handelstag. Innerhalb einer Woche legte der Kurs um über 21 Prozent zu.
Insider-Verkäufe und Sicherheitsrisiken
Firmenchef Cristiano Amon verkaufte jüngst 10.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 180 US-Dollar. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines festgelegten Handelsplans. Dennoch sorgte die Nachricht kurzzeitig für Verkaufsdruck. Hinzu kommen Berichte über kritische Sicherheitslücken in verschiedenen Chipsätzen.
Eine Schwachstelle erreichte auf der Risikoskala fast den Maximalwert. Parallel dazu versucht Qualcomm, die Marke Snapdragon stärker bei Endkunden zu etablieren. Eine neue Marketingkampagne soll den Einzug in den PC-Markt begleiten.
Weitere Details zur langfristigen Strategie wird der Konzern im Juni 2026 präsentieren. Dann findet der nächste Investorentag statt.
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