QuantumScape Aktie: 2026 im Fokus

QuantumScape treibt mit dem neuen Cobra-Prozess die Produktion voran und bereitet für 2026 entscheidende Feldtests vor, während die Aktie zwischen Technologiehoffnung und Skalierungsrisiken schwankt.

Die Kernpunkte:
  • Neuer Cobra-Prozess beschleunigt die Zellproduktion
  • Feldtests der QSE-5-Zellen für 2026 geplant
  • Partnerschaften mit weiteren Automobilherstellern
  • Aktienkurs notiert deutlich unter Jahreshoch

QuantumScape arbeitet weiter an der Kommerzialisierung seiner Feststoffbatterien – und nähert sich einem entscheidenden Abschnitt. Nach einem starken Jahr an der Börse prallen ambitionierte Technologieziele nun auf eine nüchterne Marktstimmung. Im Zentrum steht die Frage, ob die jüngsten Produktionsfortschritte und Partnerschaften reichen, um aus der Story ein belastbares Geschäftsmodell zu formen.

Produktion: Cobra-Prozess als Schlüsselfaktor

Der größte Hebel liegt aktuell in der Fertigungstechnologie. Mit dem neuen „Cobra“-Separator-Prozess vollzieht QuantumScape einen deutlichen Sprung gegenüber dem bisherigen „Raptor“-System. Cobra arbeitet rund 25-mal schneller und benötigt deutlich weniger Platz in der Produktion.

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Das hat konkrete Folgen für die nächsten Schritte:

  • Höhere Stückzahlen bei B1-Musterserien der QSE-5-Zellen
  • Vorbereitung von Fertigungskapazitäten im Gigawatt-Bereich
  • Unterstützung der Pilotlinie „Eagle Line“ in San Jose
  • Basis für eine stärker automatisierte Zellfertigung

Damit adressiert das Unternehmen genau den Engpass, der die gesamte Feststoffbatterie-Branche seit Jahren bremst: Die Überführung von Laborkonzepten in industriell skalierbare Prozesse.

Partnerschaften: Weg von der VW-Abhängigkeit

Auch geschäftlich stellt sich QuantumScape breiter auf. Die bisherige Fokussierung auf Volkswagen wird durch eine Doppelstrategie ersetzt:

  • Erweiterung der bestehenden Vereinbarung mit Volkswagens Batterietochter PowerCo
  • Abschluss eines neuen Joint-Development-Agreements mit einem weiteren globalen Top-10-Autobauer

Diese Diversifizierung reduziert das Risiko, von einem einzigen OEM abhängig zu sein. Die vertiefte PowerCo-Kooperation wertet zudem das Lizenzmodell des Unternehmens auf und signalisiert Vertrauen in den Fortschritt Richtung Großserienfertigung.

2026: Feldtests als Bewährungsprobe

Operativ läuft nun vieles auf das Jahr 2026 zu. Dann will QuantumScape mit Feldtests der QSE-5-Zellen starten. Der Schritt aus der Laborumgebung in reale Einsatzszenarien ist entscheidend, um:

  • das Verhalten der Zellen unter Alltagsbedingungen zu prüfen
  • belastbares Kundenfeedback für die Autohersteller zu sammeln
  • die Grundlage für spätere Fahrzeugintegration zu schaffen

Diese Phase wird zeigen, ob die Cobra-basierten Produktionsfortschritte auch im Fahrbetrieb überzeugen können.

Charttechnik: Gegenwind trotz Story

An der Börse spiegelt sich der Spagat zwischen Technologiehoffnung und Umsetzungsrisiken deutlich wider. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten zwar rund 83 % zugelegt, liegt mit 10,61 US-Dollar vom Freitagsschlusskurs aber gut 42 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch bei 18,44 US-Dollar. Der Kurs notiert deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt, der RSI von 35 signalisiert zunehmenden, aber noch nicht extremen Verkaufsdruck.

Charttechnisch wirkt die 100-Tage-Linie inzwischen eher als Widerstand. HSBC hat das Papier jüngst auf „Reduce“ mit einem Kursziel von 10,50 US-Dollar eingestuft – mit Verweis auf Unsicherheit beim Zeitplan der Kommerzialisierung und bei der Skalierung der Fertigung. Hinzu kommt: Selbst die Aufnahme in den Nasdaq Composite brachte keinen nachhaltigen Kaufimpuls.

Fundamentale Lage: Hohe Investitionen, lange Luft

Finanziell bleibt der Kontrast zwischen Vision und Ist-Zustand ausgeprägt. QuantumScape ist weiterhin ein vorumsatzliches Unternehmen mit negativen Ergebniskennziffern – die Bewertung reflektiert klar die Aufbauphase von Infrastruktur und Technologie.

Positiv: Der Kassenbestand reicht nach Unternehmensangaben bis etwa 2029. Das verschafft Zeit, um Fertigung, Feldtests und Kundenprojekte voranzutreiben. Gleichzeitig haben sich die vierteljährlichen EBITDA-Verluste zuletzt verbessert, was auf striktere Kostendisziplin und effizientere Abläufe hinweist – ein wichtiger Punkt in einem Umfeld höherer Zinsen.

Wettbewerb: Messlatte steigt deutlich

Der Konkurrenzdruck im Feststoffbatterie-Sektor nimmt spürbar zu. Mehrere Wettbewerber demonstrieren bereits greifbare Fortschritte im Straßenbetrieb:

  • Ein modifizierter Mercedes-Benz EQS mit Zellen von Factorial erreichte 1.205 km Reichweite mit einer Ladung
  • BMW testet Batteriepakete von Solid Power bereits auf öffentlichen Straßen

Solche Erfolge erhöhen die Erwartungen an QuantumScape. Feldtests der QSE-5-Zellen müssen nicht nur funktionieren, sondern sich auch gegenüber diesen Referenzen behaupten.

Fazit: 2026 als entscheidende Etappe

Die Kombination aus Cobra-Durchbruch, erweiterten Automobilpartnerschaften und anstehenden Feldtests macht 2026 zu einem Schlüsseljahr für QuantumScape. Gelingt der Nachweis, dass die technologischen Fortschritte in skalierbare, praxisnahe Produkte münden, könnte sich der derzeit vorsichtige Marktblick deutlich aufhellen. Scheitern Feldtests oder verzögert sich die Skalierung, würde hingegen die Diskrepanz zwischen Bewertungsniveau und operativer Realität stärker in den Vordergrund rücken.

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