Raspberry Pi Aktie: Über 9 Prozent auf 10,80 Euro

Raspberry Pi hebt Jahresprognose 2026 nach starkem ersten Halbjahr an. Die Aktie erreicht ein neues 52-Wochen-Hoch und verzeichnet deutliche Kursgewinne.

Die Kernpunkte:
  • Jahresprognose für 2026 angehoben
  • Über vier Millionen Auslieferungen erwartet
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
  • Strategische DRAM-Bestände als Treiber

Raspberry Pi übertrifft die Erwartungen – und zwar deutlich. Der britische Computerpionier hebt die Jahresprognose für 2026 an, gestützt auf ein starkes erstes Halbjahr. Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung von über neun Prozent auf 10,80 Euro und markiert damit ein neues 52-Wochen-Hoch.

Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdreifacht – ein Plus von rund 209 Prozent.

Erstes Halbjahr übertrifft alle Erwartungen

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 wird Raspberry Pi voraussichtlich über 4 Millionen Einheiten ausliefern. Das adjustierte EBITDA soll demnach mindestens 38 Millionen Dollar erreichen – ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Treiber sind steigende Stückzahlen, ein vorteilhafter Produktmix und die strategische Nutzung günstiger DRAM-Bestände, die das Unternehmen im Laufe des Geschäftsjahres 2025 aufgebaut hatte. Die Nachfrage von Erstausrüstern und anderen Kunden bleibt trotz gestiegener Speicherpreise robust.

Höheres EBITDA-Ziel in Sicht

Auf Basis dieser Zahlen erwartet der Vorstand nun, dass das adjustierte EBITDA für das Gesamtjahr 2026 deutlich über den Markterwartungen liegen wird. Der bis zum 4. Juni 2026 gültige Konsens lag bei 42,0 Millionen Dollar.

Für das zweite Halbjahr rechnet das Unternehmen mit moderateren Stückökonomien, da sich die günstigeren Speicherbestände allmählich erschöpfen. Raspberry Pi will diese Phase nutzen, um Marktanteile zu gewinnen und Kundenbeziehungen zu vertiefen.

Geplant ist, über bestehende Kreditlinien strategisch Speicherbestände aufzubauen – trotz anhaltender Herausforderungen bei Preisen und Verfügbarkeit. Das Unternehmen setzt dabei auf etablierte Lieferantenbeziehungen und die Erschließung neuer Bezugsquellen.

Der jüngste Kursanstieg reiht sich in eine Serie starker Wochen: In den vergangenen 30 Tagen legte die Aktie knapp 33 Prozent zu, binnen einer Woche rund zehn Prozent. Der RSI von 70,6 signalisiert inzwischen eine leichte Überhitzung.

Ob Raspberry Pi das hohe Tempo halten kann, wird maßgeblich von der weiteren Entwicklung der DRAM-Preise abhängen. Die operative Basis stimmt – das Unternehmen hat gezeigt, dass es selbst in einem volatilen Komponentenumfeld liefern kann.

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