Real Asset Acquisition Aktie: 6,64 Dollar zum Schluss
IQM-Aktie bricht am ersten Handelstag an der Nasdaq um fast 50 Prozent ein. Das Unternehmen startet nun ein Zweitlisting in Helsinki.

- Kurssturz von fast 50 Prozent
- Marktwert sinkt auf 1,9 Milliarden Dollar
- Doppel-Listing in Helsinki geplant
- 23 verkaufte Quantencomputer weltweit
Aus dem SPAC Real Asset Acquisition wird das Quantencomputer-Unternehmen IQM. Der erste Handelstag an der Nasdaq lieferte direkt einen harten Realitätscheck. Aktionäre schickten die neue Aktie auf eine steile Talfahrt.
Harte Landung an der Nasdaq
Unter dem Tickersymbol IQMX starteten die Papiere bei 12,76 US-Dollar in den Handel. Kurz darauf brach der Kurs massiv ein. Am Ende des Tages stand ein Schlusskurs von lediglich 6,64 US-Dollar auf der Anzeigetafel. Die Investoren bewerten die Technologie offenbar mit großer Vorsicht.
Das finnische Unternehmen kommt damit auf eine Marktkapitalisierung von rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Durch die Fusion und eine begleitende Privatplatzierung fließen IQM gut 233 Millionen US-Dollar zu. Dieses frische Kapital soll nun die globale Expansion vorantreiben.
Die alten Eigentümer behalten weiterhin die Kontrolle über den Konzern. Sie halten rund 81 Prozent der Anteile. Größter Aktionär bleibt der finnische Staatsfonds Tesi. Auch Pensionskassen wie Varma und Elo sind an Bord.
Zweites Standbein in Helsinki
Am heutigen Freitag folgt der nächste strategische Schritt. IQM startet ein Doppel-Listing an der Nasdaq Helsinki. Insgesamt werden dort gut 262 Millionen Aktien zum Handel zugelassen. Damit ist IQM nach Nokia das zweite finnische Unternehmen mit einer doppelten Notierung in Europa und den USA.
Um einen reibungslosen Handel in Finnland zu garantieren, beauftragte das Management Lago Kapital als Market Maker. Das Ziel: hohe Liquidität und eine effiziente Preisbildung. Parallel zum Börsengang formierte sich auch der Verwaltungsrat neu. Juho Sarvikas und Jeff Tuder ziehen in das nun siebenköpfige Gremium ein. Die Leitung übernimmt Sierk Pötting.
Teure Wette auf die Zukunft
Die entscheidende Hürde für die Aktie bleiben die operativen Zahlen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete IQM einen testierten Umsatz von 31 Millionen Euro. Dem steht ein Auftragsbestand von über 67 Millionen Euro gegenüber.
Bislang verkaufte der Konzern weltweit 23 Quantencomputer. Davon sind 18 bereits bei den Kunden im Einsatz. Angesichts der Milliardenbewertung erfordert dieses Geschäftsvolumen künftig ein rasantes Wachstum. Bleiben die starken Umsatzsprünge aus, dürfte der Kurs weiter unter Druck stehen.
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