Red Cat: 173 Black Widow für Japans Armee
Red Cat verzeichnet Kursverluste vor Q1-Zahlen. Ein neuer Drohnenauftrag aus Japan und eine Insider-Meldung prägen die aktuelle Lage.

- Umsatzprognose für Q1 bei 17,6 Millionen
- Kurs seit Januar um 39 Prozent gefallen
- Insider wandelt Aktienoptionen um
- Japan bestellt 173 Black-Widow-Drohnen
Kursverluste, Insider-Meldungen und ein neuer Rüstungsauftrag aus Japan— Red Cat liefert vor den Quartalszahlen gleich mehrere Gesprächsthemen auf einmal. Der Drohnen- und Robotiklösungsanbieter veröffentlicht am Donnerstag, 7. Mai 2026, nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026.
Erwartungen gedämpft nach Rekordquartal
Die Messlatte liegt hoch— und das ist das Problem. Im vierten Quartal 2025 hatte Red Cat mit 26,2 Millionen Dollar Umsatz einen Rekord aufgestellt, ein Plus von 172 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Für Q1 2026 rechnen Analysten nun mit deutlich weniger: rund 17,6 Millionen Dollar Umsatz und einem Verlust von 0,13 Dollar je Aktie. Der Markt preist damit eine Normalisierungsphase ein— kein Einbruch, aber ein spürbarer Rückgang vom Ausnahmequartal.
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Die Aktie spiegelt diese Unsicherheit. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 14,80 Euro im Januar hat der Kurs rund 39 Prozent verloren und notiert aktuell bei etwa 9,06 Euro— knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt von 9,25 Euro. Der RSI von 41,6 signalisiert schwache Dynamik, ohne bereits in überverkauftes Terrain zu rutschen.
Insider-Transaktion sorgt für Aufmerksamkeit
Inmitten der Kursschwäche tauchten mehrere Form-4-Meldungen bei der US-Börsenaufsicht auf. Direktor Joseph David Freedman ließ am 30. April 7.429 RSUs in reguläre Aktien umwandeln— eine routinemäßige Vesting-Transaktion, kein Marktverkauf. Sein Gesamtbestand stieg damit auf rund 343.000 Aktien.
Technisch gesehen ist das ein normaler Vorgang. Trader reagieren auf solche Meldungen dennoch sensibel, wenn ein Kurs gleichzeitig unter Druck steht und wichtige Unterstützungszonen testet.
Japan-Auftrag als operativer Rückhalt
Auf der Geschäftsseite gibt es einen konkreten Fortschritt. Ende April gab Red Cat einen Vertrag mit Japans Verteidigungsministerium bekannt: 173 Black-Widow-Drohnen gehen an die japanische Armee, finanziert aus dem Haushalt des Fiskaljahres 2026. Die Beschaffung läuft über die japanische Rüstungsbehörde ATLA, lokale Partner sind HAMA K.K. und ITOCHU Aviation.
Das Geschäft unterstreicht, dass Red Cat trotz der technischen Schwächephase operativ weiter expandiert— und zwar in einem geopolitisch relevanten Markt.
Webinar gibt erste Orientierung
Am Donnerstag um 22:30 Uhr MEZ hält das Management ein Live-Webinar zu den Q1-Ergebnissen ab. Dabei dürfte vor allem die Integration der übernommenen Blue Ops, Inc. im Mittelpunkt stehen— sowie der Zeitplan für neue Produkte aus dem angekündigten „Family of Systems“-Portfolio in den Bereichen Luft, Land und See. Wie schnell Red Cat aus der Konsolidierungsphase herausfindet, wird sich an diesen konkreten Meilensteinen ablesen lassen.
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