Red Cat: 50 Black Widow täglich aus Salt Lake
Red Cat Holdings profitiert von Rüstungseuphorie, kämpft aber mit niedrigen Margen und hohem Cashburn. Quartalszahlen im Mai erwartet.

- Kursausschlag nach Pentagon-Budget
- Rekordumsatz bei schwachen Margen
- Produktionskapazitäten massiv ausgebaut
- Quartalszahlen am 7. Mai
Ein US-Luftwaffenbudget in historischer Größenordnung hat den Drohnensektor am Mittwoch beflügelt — und Red Cat Holdings mittendrin. Die Aktie legte zeitweise 6,4 Prozent zu. Einen Tag später folgte die Ernüchterung: minus 7,7 Prozent.
Pentagon-Milliarden als Stimmungsmacher
Die US Air Force hat für das Haushaltsjahr 2027 einen Budgetantrag von 267,7 Milliarden Dollar gestellt — ein Anstieg von 37,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für Collaborative Combat Aircraft, also autonome Kampfdrohnen, sind 2,7 Milliarden Dollar vorgesehen. Red Cat baut kleinere Systeme und profitiert von dieser Budgetlinie nicht direkt. Trotzdem reichte das Signal aus Washington, um die gesamte Branche zu bewegen.
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Das ist das Muster im Drohnensektor: Generelle Rüstungseuphorie hebt alle Boote — zumindest kurzfristig.
Produktion läuft, Margen hinken hinterher
Red Cat hat in kurzer Zeit erhebliche Fertigungskapazitäten aufgebaut. Das Werk in Salt Lake City produziert täglich 50 Black-Widow-Drohnen, die Anlage in Torrance kann monatlich 125 Edge-130-Drohnen herstellen — bei einem Drittel der genutzten Fläche. In Valdosta, Georgia, läuft der Ausbau der maritimen Sparte Blue Ops, die auf über 100 unbemannte Oberflächenfahrzeuge (USV) pro Monat skalieren soll.
Das Wachstum ist real. Im vierten Quartal 2025 erzielte Red Cat einen Rekordumsatz von 26,2 Millionen Dollar — ein Plus von fast 2.000 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Jahresumsatz 2025 lag bei 40,7 Millionen Dollar. Zum Jahresende hielt das Unternehmen 167,9 Millionen Dollar Cash.
Die Kehrseite: Die Bruttomarge lag im vierten Quartal bei gerade einmal 4 Prozent, der operative Cashburn bei 89,1 Millionen Dollar. Red Cat investiert bewusst in Infrastruktur, bevor die Aufträge gesichert sind — ein riskantes, aber bei Rüstungs-Startups nicht unübliches Modell.
Umsatzziele ohne formale Guidance
CEO Jeff Thompson nannte auf dem letzten Earnings Call externe Schätzungen für 2026 zwischen 100 und 170 Millionen Dollar und erklärte, das Unternehmen fühle sich „sehr wohl in der oberen Hälfte“ dieser Spanne. Verbindliche Guidance gibt es nicht — Thompson will erst liefern, wenn Verträge unterschrieben sind.
International läuft es an: Im März 2026 gewann Red Cat einen NATO-Ausschreibungswettbewerb für das Black-Widow-System, Lieferung noch in diesem Jahr. Management berichtet von steigendem Interesse der US-Marine und erwartet umfangreiche Ausschreibungen aus Golfstaaten.
Quartalszahlen am 7. Mai
Am 7. Mai 2026 legt Red Cat die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Die Aktie notiert YTD rund 60 Prozent im Plus, trotz der jüngsten Schwäche. Der RSI liegt bei 75,8 — technisch überkauft. Was Investoren wirklich bewegen dürfte: ob Thompson erstmals formale Jahresziele nennt. Bisher hat der Markt darauf gewartet.
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