Red Cat Aktie: 23 Prozent Minus nach Peking-Embargo

Chinesische Ausfuhrsperre für Dual-Use-Güter trifft Red Cat. Aktie verliert im Juni 23 Prozent, während das Unternehmen auf Pentagon-Aufträge hofft.

Die Kernpunkte:
  • Peking verbietet Export von Schlüsselkomponenten
  • Aktienkurs fällt im Juni um 23 Prozent
  • Umsatz steigt im ersten Quartal um 849 Prozent
  • Hoffnung auf Pentagon-Auftrag über 150 Millionen Dollar

Peking hat die Ausfuhr von Dual-Use-Gütern an Red Cat und dessen Tochter Teal Drones offiziell verboten. Die Folge: Die Aktie des Drohnenherstellers verliert im Juni rund 23 Prozent. Besonders betroffen sind Komponenten für die Drohnenproduktion. Das Unternehmen arbeitet daran, seine Bezugsquellen zu diversifizieren. Die unmittelbare Marktreaktion spiegelt die Sorge vor Produktionsverzögerungen und steigenden Kosten wider.

Zwischen Rekordwachstum und Verwässerung

Das erste Quartal lief operativ stark. Der Umsatz stieg auf 15,5 Millionen Dollar – ein Plus von 849 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Zuwachs hat jedoch einen Preis: Die Zahl der ausgegebenen Aktien stieg von 85,6 Millionen auf 121,8 Millionen. Im Mai 2026 platzierte Red Cat 23,9 Millionen Aktien zu je 9,40 Dollar.

Die Investmentbank Clear Street senkte ihr Kursziel von 22 auf 19 Dollar. Das liegt weit über dem aktuellen Niveau. Am Freitag schloss die Aktie bei 8,05 Euro und legte dabei 2,55 Prozent zu. Der RSI liegt bei 39,0 Punkten – der Wert nähert sich der überverkauften Zone, hat sie aber noch nicht erreicht.

Warten auf den Pentagon-Auftrag

Die Hoffnung liegt auf den großen Regierungsaufträgen. Red Cat ist Finalist für das „Replicator“-Programm. Dabei geht es um 150 Millionen Dollar für die Produktion von 30.000 Angriffsdrohnen. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris zeigte das Unternehmen zudem seine neue „Hellcat“-Drohne.

Ob es zur Trendwende reicht, hängt von zwei Faktoren ab: dem Zuschlag für die Pentagon-Verträge. Und der Frage, ob Red Cat die chinesischen Exportbeschränkungen umgehen kann. Gelingt beides, könnte die zweite Jahreshälfte eine andere Richtung bringen.

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