Red Cat Aktie: B&C sagt Steyr-Angebot zu
B&C Holding Österreich hat rund 15 Prozent zugesagt; weitere Aktionäre und Behörden müssen dem geplanten Erwerb noch zustimmen.

- B&C Holding sagt rund 15 Prozent zu
- Mindestschwelle: 50 Prozent plus Aktie
- 39 Euro je Steyr-Aktie geboten
- Freigaben in vier Ländern erforderlich
Red Cats Pläne für Steyr Motors verbinden die Unterstützung eines Großaktionärs mit Zusagen für den österreichischen Standort. Das gibt dem Vorhaben Rückhalt, sichert aber noch keinen Vollzug. Für Anleger zählt deshalb nicht allein der angebotene Kaufpreis: Entscheidend ist, ob Red Cat genügend weitere Aktionäre gewinnt und die erforderlichen Genehmigungen erhält.
Das gestern angekündigte Barangebot bildet dafür den Rahmen. Red Cat will sämtliche ausstehenden Steyr-Motors-Aktien erwerben. Die geplante Transaktion ist damit auf die Übernahme des Unternehmens ausgerichtet, nicht lediglich auf den Aufbau einer Minderheitsbeteiligung.
Großaktionär unterstützt das Vorhaben
B&C Holding Österreich hat sich unwiderruflich verpflichtet, rund 15 % des Steyr-Aktienkapitals anzudienen. Die Mindestannahmeschwelle liegt bei 50 % plus einer Aktie. Die Zusage schafft somit eine Ausgangsbasis, ersetzt aber nicht die Zustimmung weiterer Anteilseigner.
Für Red Cat liegt darin ein wichtiger Unterschied: Die Unterstützung eines bestehenden Aktionärs stärkt das Vorhaben. Ob daraus tatsächlich die angestrebte Kontrolle entsteht, hängt jedoch vom weiteren Verlauf des Angebots ab. Die Andienungszusage und eine abgeschlossene Übernahme sind zwei unterschiedliche Verfahrensstände.
Der vorgesehene Angebotspreis beträgt 39 € je Aktie. Das entspricht einer Prämie von 28,9 % gegenüber dem Steyr-Schlusskurs vom 16. Oktober und von 27,3 % gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittskurs der vorangegangenen 30 Tage.
Diese Aufschläge beschreiben den finanziellen Anreiz für die Steyr-Aktionäre. Für Red-Cat-Anleger steht dagegen die Frage im Mittelpunkt, welche industrielle Verbindung mit dem Erwerb verbunden wäre.
Österreich soll operative Basis bleiben
Red Cat will bei einem Vollzug Hauptsitz, Produktion sowie Forschung und Entwicklung von Steyr in Österreich erhalten. Außerdem plant das Unternehmen Investitionen in dessen Fähigkeiten. Die Zusagen sprechen für eine Fortführung und Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen.
Ein konkreter operativer Bezug besteht bereits: DroneXL berichtet, dass Steyr den Motor für Red Cats Drohnenboot herstellt. Der geplante Erwerb betrifft damit einen Hersteller, dessen Produkt schon mit einem Red-Cat-Projekt verbunden ist.
Neben der Zustimmung weiterer Aktionäre bleiben behördliche Freigaben in Österreich, Italien, Australien und Großbritannien erforderlich. Die Annahmefrist soll nach Veröffentlichung der Angebotsunterlage beginnen und am 18.12.2026 um 17 Uhr MEZ enden.
Für die Bewertung des Vorhabens sind damit drei Punkte maßgeblich: der zusätzliche Aktionärsrückhalt, die regulatorischen Freigaben und die Umsetzung der angekündigten Investitionspläne. Die Unterstützung von B&C erleichtert den ersten Schritt; die übrigen Voraussetzungen bleiben bestehen.
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