Red Cat Aktie: Black-Widow-Deal mit japanischen Streitkräften

Japanische Streitkräfte ordern Black-Widow-Drohnen von Red Cat. Der Auftrag über HAMA K.K. soll die Präsenz in Asien langfristig stärken.

Die Kernpunkte:
  • Auftrag über Black-Widow-Drohnensystem
  • Lieferung im Fiskaljahr 2026 geplant
  • Umsatzsprung auf 15,5 Millionen Dollar
  • Operativer Verlust bleibt hoch

Red Cat Holdings hat einen wichtigen Auslandserfolg eingefahren. Die japanischen Streitkräfte bestellen das Black-Widow-Drohnensystem über die Beschaffungsbehörde ATLA des Verteidigungsministeriums. Für den US-Anbieter ist das mehr als nur ein Einzelfall: Der Auftrag öffnet die Tür in einen Markt, in dem autonome Aufklärungstechnik deutlich an Bedeutung gewinnt.

Zum Paket gehören neben dem Fluggerät auch die Bodenstation WEB und weitere einsatzkritische Komponenten. Ausgeliefert werden soll im japanischen Fiskaljahr 2026. Red Cat setzt dafür auf einen lokalen Partner, HAMA K.K., und verankert die Fertigung sowie Wartung vor Ort. Das spricht für einen längerfristigen Ausbau der Präsenz in der Region.

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Wachstum trifft auf hohe Kosten

Der Deal kommt in eine Phase, in der das Geschäft schnell wächst, die Kosten aber ebenfalls hoch bleiben. Im ersten Quartal 2026 legte der Umsatz auf 15,5 Millionen Dollar zu, nach 1,6 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Sprung war vor allem durch steigende Lieferungen an die US-Armee getrieben.

Unter dem Strich bleibt die Bilanz dennoch tief rot. Für das am 31. März beendete Quartal meldete Red Cat einen operativen Verlust von 27,3 Millionen Dollar und einen Nettoverlust von 26,6 Millionen Dollar. Die operativen Aufwendungen stiegen auf 29,3 Millionen Dollar, belastet durch höhere Ausgaben für Forschung, Marketing und aktienbasierte Vergütung.

Viel Fantasie, viel Volatilität

Die Aktie spiegelt diese Mischung aus Auftragsfantasie und hoher Verlustdynamik deutlich wider. Zuletzt schloss sie bei 7,77 Euro, in den vergangenen sieben Tagen lag sie 5,19 Prozent im Minus. Auf Sicht von zwölf Monaten steht aber noch ein Plus von 30,3 Prozent zu Buche.

Technisch bleibt das Papier angeschlagen. Es notiert klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 10,94 Euro und auch unter der 200-Tage-Linie von 9,27 Euro. Der RSI von 37,3 zeigt ein eher schwaches Momentum, die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 112,6 Prozent unterstreicht den extrem nervösen Handel.

Zum Quartalsende verfügte Red Cat über rund 131,9 Millionen Dollar an liquiden Mitteln. Ein Teil davon floss bereits in den Lageraufbau, der auf 50,5 Millionen Dollar stieg, um die anstehenden Lieferpläne für größere Verteidigungsprogramme abzusichern. Genau daran wird sich nun messen lassen, ob der Japan-Auftrag nur ein schöner Zusatz ist — oder der nächste Schritt zu belastbareren Umsätzen.

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