Red Cat Aktie: Starker Schub

Der Drohnenhersteller Red Cat erlebt einen starken Kursanstieg, angetrieben durch verschärfte US-Regularien gegen ausländische Konkurrenz und steigende Verteidigungsbudgets. Das Unternehmen rüstet seine Produktion für neue Aufträge hoch.

Die Kernpunkte:
  • Kursgewinn von über 40 Prozent in 30 Tagen
  • US-Regulierung begünstigt heimische Drohnenhersteller
  • Solide Finanzbasis mit über 200 Millionen Dollar
  • CEO-Auftritt auf Wachstumskonferenz als nächster Katalysator

Der Jahresauftakt könnte für Red Cat kaum besser laufen. Der Drohnenspezialist profitiert von Rückenwind aus Washington und der wachsenden Bereitschaft westlicher Armeen, ihre Flotten zu erneuern. Entscheidend ist dabei weniger der kurzfristige Kurssprung als die Frage, ob sich daraus ein belastbarer Wachstumstrend für 2026 ableiten lässt.

Kursrally dank Regulierungsschub

Zum Wochenschluss legte die Aktie deutlich zweistellig zu und schloss bei 9,16 US-Dollar. Damit hat der Titel sich in den vergangenen 30 Tagen um rund 42 % nach oben gearbeitet und notiert klar über seinem 50-Tage-Durchschnitt – ein Zeichen für einen kräftigen Aufwärtstrend, begleitet von hoher Volatilität.

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Auslöser ist vor allem die verschärfte Umsetzung von NDAA Section 1709 in den USA. Diese Vorschrift schränkt den Einsatz ausländischer, insbesondere chinesischer Drohnen in militärischen Anwendungen ein. Seit der erneuten Bestätigung der Regelung kurz vor Weihnachten wird an der Börse verstärkt eingepreist, dass heimische Anbieter wie Red Cat einen deutlich größeren Anteil an Neuaufträgen erhalten könnten, wenn bestehende Flotten ersetzt werden müssen.

Parallel dazu sorgt ein übergeordneter „Drone-Supercycle“-Gedanke für Fantasie im Sektor: Marktteilnehmer rechnen damit, dass Verteidigungsetats für unbemannte Systeme weiter steigen und vor allem US- und NATO-nahe Hersteller davon profitieren.

Wachstumskurs und Finanzbasis

Operativ stellt sich Red Cat auf eine deutlich höhere Nachfrage ein. Im laufenden ersten Quartal 2026 fährt das Unternehmen seine Produktion spürbar hoch, um Bestellungen aus den Short Range Reconnaissance (SRR)-Programmen der US-Armee und weiteren Verträgen im NATO-Umfeld bedienen zu können.

Wesentliche Pfeiler dieser Expansion:

  • Umsatzwachstum: Im dritten Quartal 2025 erzielte Red Cat Erlöse von 9,65 Mio. US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen von Analysten.
  • Liquidität: Rund 206 Mio. US-Dollar in Kasse und Forderungen geben dem Unternehmen finanziellen Spielraum, die Produktionskapazitäten zu erweitern, ohne kurzfristig neue Aktien ausgeben zu müssen.
  • Strategische Ausrichtung: Im Fokus stehen der Hochlauf der neuen „Trichon“-Produktlinie sowie die Integration der Systeme von FlightWave Aerospace in das bestehende Angebot.

Diese Kombination aus wachsendem Markt, regulatorischem Rückenwind und solider Finanzbasis erklärt, warum der Markt die aggressive Ausbauphase derzeit eher als Chance denn als Risiko bewertet – auch wenn der hohe Kursanstieg der vergangenen Wochen mittelfristig anfällig für Rücksetzer macht, zumal technische Indikatoren wie ein überkaufter RSI darauf hindeuten.

Nächster Impuls: Needham-Konferenz

Der nächste potentielle Kurstreiber steht bereits fest: Am 14. Januar 2026 tritt CEO Jeff Thompson auf der Needham Growth Conference auf. Dort soll er aktualisierte Ausblicke geben und Details zur Einführung der Systeme „Black Widow“ und „FANG“ präsentieren.

Institutionelle Investoren achten bei solchen Auftritten besonders auf Hinweise zu:

  • konkreten Auftragsgewinnen oder Rahmenverträgen,
  • dem Tempo des Produktionshochlaufs,
  • möglichen Partnerschaften mit größeren Verteidigungsunternehmen.

Analysten liegen derzeit mehrheitlich auf der Käuferseite und sehen im Schnitt ein Kursziel um 14 US-Dollar, was ausgehend vom aktuellen Niveau noch spürbares Aufwärtspotenzial signalisiert. Gleichzeitig bleibt die Aktie klar im Hochrisikobereich: Die annualisierte 30-Tage-Volatilität ist dreistellig, und die Kursentwicklung der vergangenen zwölf Monate mit einem Zwischensturz auf das 52-Wochen-Tief zeigt, wie schnell die Stimmung in diesem Segment drehen kann.

Im Kern steht Red Cat damit vor einem entscheidenden Jahr: Gelingt es, den regulatorischen Vorteil in nachhaltig wachsende Umsätze, belastbare Verteidigungsverträge und eine stabile Marge zu übersetzen, könnte der aktuelle Kursschub mehr sein als nur eine kurze Rally rund um Januar-Termine.

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