Red Cat Aktie: Steyr-Poker?

Red Cat erweitert sein Produktangebot; die Steyr-Übernahme ist offen, während Piper Sandler das Kursziel auf 6 Dollar senkt.

Die Kernpunkte:
  • Quartalszahlen am 16. November angekündigt
  • B-18 und B-39 jetzt bestellbar
  • Steyr-Angebot zu 39 Euro je Aktie
  • Piper Sandler senkt Kursziel auf 6 Dollar

Red Cat hat gestern den nächsten Termin für die Überprüfung seiner Geschäftsentwicklung gesetzt: Am 16. November veröffentlicht das Unternehmen nach US-Börsenschluss seine Zahlen für das dritte Quartal 2026. Der Bericht wird damit zum nächsten Prüfstein nach der Vorstellung neuer Wasserfahrzeuge und dem angekündigten Übernahmeangebot für Steyr Motors. Für Anleger gilt es, zwischen angekündigten Vorhaben und bereits erreichten Fortschritten zu unterscheiden.

Quartalsbericht als nächster Prüfstein

Zum Ergebnisbericht plant Red Cat ein Webinar um 16:30 Uhr ET. Zusätzlich sind Auftritte bei Investorenkonferenzen am 18. November und am 3. Dezember angekündigt. Dafür sind CEO Jeff Thompson und CFO Christian Morrison vorgesehen.

Diese Termine bieten Gelegenheit, die Geschäftsentwicklung und die Expansionspläne näher einzuordnen. Die Veröffentlichung eines Berichtstermins enthält allerdings noch keine Aussage darüber, wie das Quartal ausgefallen ist. Auch aus den angekündigten Konferenzauftritten lässt sich keine Ergebnisprognose ableiten.

Die Aktie gewinnt heute 6,4% auf 4,19 €. Diese Bewegung ist von den gestern angekündigten Terminen zu trennen: Ein ursächlicher Zusammenhang ist nicht bestätigt.

Bestellbare Produkte sind noch keine Aufträge

Bei den operativen Vorhaben steht das maritime Angebot im Blick. Blue Ops stellte am Donnerstag das Portfolio unbemannter Wasserfahrzeuge der B-Serie vor. Nach Unternehmensangaben sind sowohl die B-18 als auch die B-39 bestellbar.

Dabei unterscheiden sich die erreichten Entwicklungsstände: Die B-39 befindet sich laut Red Cat in einer Kleinserienproduktion. Die B-18 hat ihre Seeerprobung abgeschlossen. Die Bestellbarkeit beschreibt damit einen Fortschritt im Produktangebot, ist aber nicht mit einem gemeldeten Auftrag gleichzusetzen.

Einen anderen Charakter hat das vor gut einer Woche vorgeschlagene Barangebot für Steyr Motors. Red Cat bietet 39,00 € je Aktie. Der Abschluss bleibt an Bedingungen geknüpft.

Dazu gehören regulatorische Genehmigungen und die notwendige Annahmequote. Die Annahmefrist läuft bis zum 18. Dezember; die Mindestschwelle beträgt 50% plus eine Aktie. Für die Bewertung der Expansion zählt deshalb nicht nur das Angebot, sondern auch dessen erfolgreicher Vollzug.

Analystensenkung setzt einen Gegenakzent

Piper-Sandler-Analyst Clarke Jeffries senkte am Freitag das Kursziel für Red Cat von 9 $ auf 6 $. Die Einstufung beließ er auf „Neutral“.

Die Begründung verwies auf Verkaufsdruck im Verteidigungssektor. Der hauseigene Defense-Tech-Index hatte seit Mitte August 25% verloren. Damit bezog sich die Einschätzung ausdrücklich auch auf das Branchenumfeld.

Für Anleger stehen somit unterschiedliche Ebenen nebeneinander: ein erweitertes Produktangebot, eine noch bedingte Übernahme und eine zurückhaltende Analysteneinschätzung. Der angekündigte Quartalsbericht liefert den nächsten festen Termin, um diese Vorhaben an der tatsächlichen Geschäftsentwicklung zu messen.

Anzeige

Stand heute, 27. Oktober: Red Cat – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Red Cat investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 27. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Red Cat: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Red Cat