Red Cat Aktie: Vergütungssystem fällt durch
Investoren stimmen gegen Managergehälter bei Red Cat. Trotz operativem Wachstum belasten Verwässerung und Kursverluste die Aktie.

- Aktionäre verweigern Zustimmung zu Gehältern
- Drohnensparte zeigt operatives Wachstum
- Kapitalverwässerung durch Aktienausgaben
- Aktienkurs fällt auf 8,05 Euro
Red Cat Holdings verzeichnet technologische Fortschritte, aber die Aktionäre schicken eine deutliche Warnung an die Chefetage. Bei der jüngsten Hauptversammlung verweigerten die Investoren dem Vergütungssystem für das Management die Zustimmung. Während die Drohnen-Sparte operativ wächst, wächst bei den Anteilseignern der Unmut über die Gehaltsstrukturen.
Klare Absage an Gehaltspläne
Die Abstimmungsergebnisse der Versammlung zeichnen ein gespaltenes Bild. Die fünf vorgeschlagenen Direktoren behielten ihre Posten im Board. Auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG erhielt mit über 70 Millionen Stimmen eine breite Bestätigung. Das Votum zur Vorstandsvergütung fiel hingegen durch.
Rund 21,3 Millionen Stimmen sprachen sich gegen den Vergütungsplan aus. Lediglich 15,2 Millionen Stimmen unterstützten den Vorschlag des Managements. Das Ergebnis ist zwar rechtlich nicht bindend, erhöht aber den Rechtfertigungsdruck auf die Führungsebene. Der Vergütungsausschuss will nun das Feedback prüfen und zieht die Einbindung externer Berater in Betracht.
Wachstum auf Kosten der Verwässerung
Operativ treibt das Unternehmen seine Expansion im Verteidigungssektor voran. Die Tochterfirmen Teal Drones und FlightWave Aerospace entwickeln Hardware für das US-Militär. Zuletzt präsentierte das Unternehmen das neue Drohnensystem Hellcat auf der Rüstungsmesse Eurosatory. Das System basiert auf der bewährten Black-Widow-Plattform.
Das Umsatzwachstum im ersten Quartal 2026 fiel kräftig aus. Allerdings finanzierte Red Cat Zukäufe und den laufenden Betrieb teilweise durch die Ausgabe neuer Aktien. Diese Verwässerung des Kapitals belastet die Stimmung der Anteilseigner zusätzlich zum Streit um die Managergehälter.
Hohe Volatilität belastet Kurs
An der Börse spiegelt sich die Verunsicherung der Investoren wider. Die Aktie schloss zuletzt bei 8,05 Euro. Damit verlor das Papier innerhalb einer Woche fast 16 Prozent an Wert. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von rund 12 Prozent zu Buche.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 16,30 Euro ist der Kurs weit entfernt. Aktuell notiert der Titel etwa 50 Prozent unter diesem Spitzenwert vom März. Die annualisierte Volatilität von 130 Prozent unterstreicht das hohe Risiko für Anleger. Das Management muss nun zeigen, wie es die Kritik der Aktionäre in die künftige Strategie integriert.
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