Redcare Pharmacy Aktie: Analysten zweifeln

Die Analysten von Berenberg senken das Kursziel für Redcare Pharmacy drastisch, nachdem der Online-Apotheker seine Wachstums- und Margenziele für 2026 deutlich reduziert hat.

Die Kernpunkte:
  • Kursziel von Berenberg mehr als halbiert
  • Verlangsamtes Umsatzwachstum für 2026 erwartet
  • Profitabilitätsziele liegen unter Markterwartungen
  • Starker Umsatzsprung 2025, aber niedrige Marge

Berenberg hat das Kursziel für Redcare Pharmacy am Freitag von 165 Euro auf 87,50 Euro mehr als halbiert – trotz unveränderter Kaufempfehlung. Der Grund: Die neuen Geschäftsziele des Online-Apothekers liegen deutlich unter den Erwartungen. Während das Unternehmen 2025 noch kräftig gewachsen ist, bremst es nun bei Umsatz und Profitabilität ab.

Wachstum verlangsamt sich

Für 2026 rechnet Redcare Pharmacy mit einem Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent. Im Segment der nicht-verschreibungspflichtigen Medikamente soll der Zuwachs nur noch 8 bis 10 Prozent betragen – eine spürbare Verlangsamung gegenüber den Vorjahren. Die bereinigte EBITDA-Marge wird bei mindestens 2,5 Prozent erwartet. Das liegt unter dem, was der Markt erhofft hatte.

Die Geschäftsführung hat 2025 und 2026 zu Investitionsjahren erklärt. Künftig sollen die Investitionsausgaben auf rund 2 Prozent des Umsatzes normalisiert werden. Im vergangenen Jahr flossen noch 118,6 Millionen Euro vor allem in Automatisierung und Logistik.

Starkes 2025, schwächeres Momentum

2025 legte der Konzernumsatz um 24,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu. Rezeptpflichtige Medikamente durchbrachen erstmals die Marke von 1 Milliarde Euro und stiegen um 42,6 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Allein in Deutschland verdoppelte sich dieser Bereich nahezu auf 503 Millionen Euro.

Trotz des Umsatzsprungs blieb die Profitabilität verhalten. Das bereinigte EBITDA stieg zwar um 72 Prozent auf 57,4 Millionen Euro, die Jahresmarge erreichte aber nur 2 Prozent. Im vierten Quartal sank die Marge sogar auf 1,6 Prozent, nachdem sie im zweiten Quartal noch bei 2,6 Prozent gelegen hatte. Der Nettoverlust verringerte sich von 46,4 auf 39,4 Millionen Euro.

Kundenbasis wächst weiter

Die Zahl der aktiven Kunden kletterte um 11 Prozent auf 13,9 Millionen. Der durchschnittliche Warenkorbwert stieg von 60,98 auf 65,98 Euro. Das Kernsegment DACH erzielte 2,40 Milliarden Euro Umsatz – 82 Prozent des Konzernerlöses – bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 2,7 Prozent.

Finanzvorstand Hendrik Krampe stellte mittelfristig eine Marge von über 5 Prozent in Aussicht, langfristig sogar mehr als 8 Prozent. Erreicht werden soll das durch niedrigere Fulfillment- und Marketingkosten. Die Frage ist, ob der Markt an diese Zeitschiene glaubt – oder die Investitionsphase als zu lang und risikoreich einschätzt.

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