Redcare Pharmacy Aktie: Aufgepasst, Krise?

Der Online-Apotheker meldet starkes Umsatzwachstum, doch der Aktienkurs stürzt ab, da Anleger auf Gewinne warten. Analysten sehen trotzdem hohes Potenzial.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz steigt 2025 auf 2,9 Milliarden Euro
  • Aktie verliert fast die Hälfte ihres Wertes
  • Analysten halten an hohen Kurszielen fest
  • Gewinnschwelle für 2026 in Aussicht

Bei Redcare Pharmacy klafft derzeit eine massive Lücke zwischen der operativen Entwicklung und dem Aktienkurs. Während der Online-Apotheken-Riese für das Geschäftsjahr 2025 ein sattes Umsatzplus meldet und weiter wächst, kennen die Papiere an der Börse fast nur eine Richtung: abwärts. Anleger strafen das Unternehmen ab, da das reine Wachstum ohne begleitende Profitabilität im aktuellen Marktumfeld nicht mehr ausreicht.

Charttechnisch angeschlagen

Die Aktie zählt aktuell zu den schwächsten Werten im MDAX. Der Blick auf die langfristige Entwicklung ernüchtert: Auf Jahressicht steht ein Minus von fast 48 Prozent zu Buche. Auch kurzfristig dominiert der Verkaufsdruck, da der Titel allein in den letzten drei Monaten deutlich an Wert verlor.

Mit einem Schlusskurs von 63,00 Euro notiert das Papier gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief von 60,35 Euro. Diese Marke gilt nun als entscheidende Unterstützung. Marktbeobachter sehen hier ein Risiko: Sollte dieser Boden brechen, könnten chartgetriebene Verkäufe den Druck weiter erhöhen. Belastend wirkt zudem das allgemeine Marktumfeld. Sorgen um US-Zölle und eine generelle Zurückhaltung bei noch unprofitablen Wachstumsunternehmen drücken auf die Stimmung im MDAX.

Wachstum ohne Gewinn

Fundamental präsentiert sich das Unternehmen gespalten. Die vorläufigen Zahlen für 2025 belegen eine ungebrochene Nachfrage. Der Umsatz kletterte auf 2,9 Milliarden Euro, nach 2,4 Milliarden im Vorjahr. Allein im vierten Quartal setzte Redcare 794 Millionen Euro um. Das Geschäftsmodell funktioniert auf der Einnahmeseite.

Doch Investoren fokussieren sich zunehmend auf die Ergebnisseite. Für 2025 wird weiterhin ein negatives Ergebnis je Aktie erwartet. Das Wachstum erkauft sich das Unternehmen also nach wie vor mit Verlusten. Die Hoffnung der Anleger ruht nun fast vollständig auf dem Jahr 2026, für das Prognosen erstmals positive Erträge in Aussicht stellen.

Analysten halten an hohen Zielen fest

Bemerkenswert ist die Diskrepanz zwischen der Marktstimmung und den Analysteneinschätzungen. Trotz des Kursverfalls sehen viele Experten den inneren Wert der Aktie deutlich höher. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 159 Euro, was theoretisch ein enormes Aufholpotenzial impliziert.

Aktuelle Updates aus dem Januar 2026 zeigen jedoch ein gemischtes Bild:
* Deutsche Bank Research bleibt mit einem Ziel von 200 Euro und einer Kaufempfehlung extrem optimistisch.
* Jefferies bestätigt ebenfalls das “Buy”-Rating mit 150 Euro.
* Barclays senkte zwar das Ziel von 130 auf 110 Euro, hält aber an der Einstufung “Overweight” fest.
* UBS zeigt sich deutlich skeptischer und sieht mit einem Ziel von 74 Euro kaum noch Luft nach oben.

Für den weiteren Kursverlauf werden die detaillierten Finanzberichte entscheidend sein. Redcare Pharmacy muss beweisen, dass die Umsatzmilliarden im laufenden Jahr endlich in nachhaltige Gewinne umgemünzt werden können, um die wichtige Unterstützung bei 60 Euro zu verteidigen.

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