Redcare Pharmacy Aktie: Frühwarnzeichen da?
Die Online-Apotheke meldet Rekordumsätze bei verschreibungspflichtigen Medikamenten, senkt jedoch ihre mittelfristige Margenerwartung deutlich. Die Aktie stürzt auf ein Jahrestief.

- Rekordumsatz durch starkes Rx-Geschäft
- Mittelfristige Margenprognose halbiert
- Aktienkurs fällt auf 52-Wochen-Tief
- Hohe Investitionen in Automatisierung
Europas größte Online-Apotheke hat im Geschäftsjahr 2025 zwar Rekordumsätze bei verschreibungspflichtigen Medikamenten erzielt, doch die Freude darüber währte nur kurz. Ein schwächelndes Geschäft mit rezeptfreien Produkten und eine deutlich gekappte mittelfristige Margenprognose haben die Anleger massiv enttäuscht. Nun stellt sich die Frage, wie das Unternehmen den Spagat zwischen starkem Wachstum und nachhaltiger Profitabilität meistern will.
Rekordumsätze treffen auf Margendruck
Auf den ersten Blick lesen sich die Zahlen für 2025 hervorragend. Der Konzernumsatz kletterte um 24,1 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro, angetrieben von einem florierenden Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx). Besonders in Deutschland verzeichnete Redcare hier ein rasantes Wachstum von 98 Prozent auf 503 Millionen Euro und übertraf damit die eigenen Ziele.
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Doch das Segment der rezeptfreien Produkte (OTC) trübte das Gesamtbild. Im vierten Quartal verlangsamte sich das Wachstum in diesem margenstarken Bereich auf 9,3 Prozent und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten. Verantwortlich dafür waren laut Unternehmensangaben geringere Marketingausgaben und ein allgemein schwaches Marktumfeld. Die schwächere Entwicklung in dieser Sparte drückte im Schlussquartal spürbar auf die Profitabilität.
Gekappte Prognose löst Kursrutsch aus
Der eigentliche Auslöser für die heftige Marktreaktion war jedoch der Blick in die Zukunft. Für 2026 peilt das Management zwar ein solides Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent und eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent an. Die mittelfristige Zielmarge wurde jedoch drastisch von bisher 8 Prozent auf nur noch 5 Prozent gesenkt.
Diese Anpassung verdeutlicht, dass die Profitabilität für den Konzern schwerer zu erreichen ist als vom Markt bisher angenommen. Die Quittung der Börse folgte prompt: Nach einem massiven Tagesverlust von über 21 Prozent im Zuge der Zahlenpräsentation steht der Titel weiter stark unter Druck und rutschte gestern mit 42,14 Euro auf ein neues 52-Wochen-Tief ab. Auf Monatssicht beläuft sich das Minus mittlerweile auf fast 36 Prozent.
Der Weg zur Profitabilität
Um die Margen langfristig zu steigern, deklariert Redcare die Jahre 2025 und 2026 als Jahre der maximalen Investitionen. Fast 119 Millionen Euro flossen zuletzt vor allem in Automatisierung und Logistik. Zukünftig sollen diese Maßnahmen zusammen mit sinkenden Marketingkosten und einem wachsenden Marktplatz-Geschäft die Ertragskraft stützen.
Der nächste konkrete Prüfstein für das Unternehmen ist der 6. Mai 2026. An diesem Tag wird Redcare Pharmacy die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen und erste handfeste Daten liefern, ob die Effizienzmaßnahmen greifen und der Weg zu den neu definierten Margenzielen im Zeitplan liegt.
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